Junior Uni zu Gast in der NRW-Landesvertretung in Berlin

„Nie zu jung, um schlau zu sein“ – unter diesem Motto hat die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land am 7. September ihr Konzept vor hochrangigen Gästen aus der Politik und Bildungslandschaft in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens in Berlin vorgestellt.

Jedes Kind kann Forscher werden. Um die Grundlagen dafür zu schaffen, macht die Wuppertaler Junior Uni als einzigartiger außerschulischer Lernort Mut zur Zukunft – dieses Mal in der Bundeshauptstadt. Dort konnten hochrangige Gäste aus der Politik und Bildungslandschaft die Junior Uni hautnah erleben und gemeinsam mit Grundschülern an einem Experimentierparcours teilnehmen. Die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin hatte zur Veranstaltung eingeladen, um die Junior Uni als innovatives Leuchtturmprojekt vorzustellen und sich über die besonderen Herausforderungen der Digitalisierung im Bildungssystem auszutauschen.

Dr. Dominik Fanatico, stellvertretender Leiter der Landesvertretung NRW, begrüßte die Gäste. Zudem wurde ein Video-Grußwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, eingespielt, in dem sie auf die Förderung der Bildung in den MINT-Fächern und die große Bedeutung von Einrichtungen wie der Junior Uni einging: „Mit ihren praxisnahen und interaktiven Kursen und Vorträgen schafft die Junior Uni es, Kinder und Jugendlichen Spaß am Lernen zu vermitteln – so fördert sie ihre Talente, so eröffnet sie Chancen und macht junge Menschen stark für ihren Einstieg in Beruf und Studium. Ganz herzlichen Dank dafür, denn Deutschland braucht gute Bildung und das Bergische Land ist an dieser Stelle ein wunderbares Vorbild.“

Die Junior Uni-Geschäftsführerinnen Dr. Ariane Staab und Dr. Annika Spathmann stellten Konzept und Vision der Junior Uni näher vor: „Unser Ziel ist es, dass zukünftig nicht nur im Bergischen Land, sondern in ganz Deutschland Kinder und Jugendliche unabhängig von ihren Bildungsvoraussetzungen praxisnah forschen und experimentieren können. Dazu möchten wir nicht nur unsere Online-Angebote ausbauen, sondern auch die Gründung von Junior Unis in ganz Deutschland unterstützen.“ Im Anschluss demonstrierte Labor-Experte Dr. Stefan Hellhake, Teamleiter der Fach- und Projektkoordination an der Junior Uni, den Zuschauern auf der Bühne das Experiment der Elefantenzahnpasta: Mischt man nämlich Kaliumiodid, Spülmittel und destilliertes Wasser und kippt dieses in einem Schwung zu Wasserstoffperoxid, entsteht eine riesige Menge Schaum - ungefähr so könnte man sich wohl eine Zahnpasta für Elefanten vorstellen.

Zu den besonderen Herausforderungen der Digitalisierung in der Bildung tauschten sich Kirstin Korte, Vorsitzende des NRW-Schul- und Bildungsausschusses und Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutschen Telekom Stiftung, in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Dr. Ariane Staab aus, die von den Erfahrungen der Junior Uni mit digitalen Formaten seit Beginn der Corona-Pandemie berichtete. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Gisela Steinhauer.

Zum krönenden Abschluss durften die Gäste gemeinsam mit den Grundschulkindern selbst „Hand anlegen“: Bei einem Parcours aus vier Forschungsstationen luden die Junior Uni-Dozenten zum Experimentieren ein, darunter ein chemisches Experiment mit einer Flüssigkeit, die qualmt und ihre Farbe verändert. „Die Blicke der jungen Forscher in solchen Momenten sind einfach unbezahlbar“, freute sich Dr. Stefan Hellhake.

Neben weiteren spannenden Experimenten zu den Fähigkeiten unseres Körpers oder dem Bau einer selbsttragenden „Leonardo-Da-Vinci-Brücke“, führten die Dozenten eine selbstfahrende, zuvor programmierte Lego-Schwebebahn nach dem Wuppertaler Vorbild vor, die zuvor von Junior Uni-Studenten gebaut worden war. Dr. Annika Spathmann freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Die Einladung der NRW-Landesvertretung ehrt uns sehr und zeigt, dass innovative Bildungskonzepte und auch neue digitale Lernansätze in Ergänzung zum Schulunterricht, nicht nur regional, sondern auch auf Bundesebene einen hohen Stellenwert haben.“