Junior Uni feiert Challenge-Finale beim Solar Decathlon Europe

13. Juni 2022

Auf dem Gelände des Solar Decathlon Europe an der Nordbahntrasse hat die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land am 12. Juni die Finalist*innen des Junior Uni-eigenen Wettbewerbs „Die Challenge“ ausgezeichnet. Die Nachwuchsingenieur*innen und –architekt*innen präsentierten der Fachjury stolz ihren raffinierten Tischtennisball-Parcours und kreative Architektur-Modelle für eine vierte Junior Uni-Etage.

Seit Beginn des Sommersemesters im Februar wurde in den zwei Forschungsgruppen der Junior Uni-Challenge getüftelt, gewerkelt, erprobt und experimentiert. Dabei boten die beiden Kategorien „Die Fördertechnik-Challenge“ und „Die Architekt*innen-Challenge: Wir stocken auf“ auch in diesem Jahr Raum für reichlich Kreativität und innovative Ideen. Am Sonntag durften die Studierenden im Alter von acht bis 14 Jahren die anwesende Fachjury und zahlreiche Besucher*innen auf dem Gelände des Solar Decathlon Europe (SDE) von ihren Entwürfen überzeugen. Ein besonderer Höhepunkt für alle Teilnehmer*innen war die Ehrung auf der Bühne durch Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

„Es ist jedes Jahr spannend zu sehen, welche faszinierenden Ideen bei der Challenge umgesetzt werden“, sagt Junior Uni-Prokurist Dr. Stefan Hellhake. „Die abschließende Ausstellung und Siegerehrung auf dem Campus-Gelände des Solar Decathlon Europe ist für unsere Studierenden etwas ganz Besonderes. An den Bauten des SDE können sie sehen, was aus den eigenen Modellen später vielleicht mal werden kann.“

In der ersten Challenge drehte sich bei den Nachwuchsarchitekt*innen auch alles ums Bauen. Die Teilnehmer*innen überlegten sich wie eine vierte Etage der Junior Uni aussehen könnte. Neben nachhaltigen und klimafreundlichen Bauweisen, waren hier vor allem kreative und ungewöhnliche Lösungen gefragt. Neben einem Schwimmbad mit langer Wasserrutsche, einem Fußballplatz und einer Gurkenfarm konnten die Besucher*innen sogar eine Wohnung für den Oberbürgermeister in den kreativen und farbenfrohen Modellen bewundern.

Actionreich ging es bei der Präsentation der Student*innen der Fördertechnik-Challenge zu, die in Kooperation mit der Firma Gebr. Becker GmbH durchgeführt wurde. Die Herausforderung: Einen Tischtennisball mithilfe von Pumpen, Schläuchen und Sauganlagen durch einen selbst erdachten Parcours zu befördern. Für den Bau der Förderanlage waren kreative Ideen gefragt – schließlich galt es die Jury mit dem spektakulärsten Parcours zu überzeugen. Originelle Streckenführung und kreatives Design waren hier mindestens genauso wichtig, wie die Schwierigkeitsgrade der Hindernisse, die der Ball durch Pusten und Ansaugen überwinden musste. Besonderes Highlight des Parcours: eine transparente Röhre mit bunt blinkenden LED-Lichtern, durch die der Tischtennisball mit Druckluft durchgeschossen wurde.

Die Challenge-Kurse finden traditionell im Sommersemester statt. Zum Ende des Semesters werden die Projekte von einer Fachjury bewertet. Neben dem Projekt ist auch die Präsentation vor der Fachjury ein weiteres Kriterium bei der Punktevergabe. Alle Infos zur Junior Uni und ihrem Kursangebot gibt es unter junioruni-wuppertal.de

Weitere Informationen zum Solar Decathlon Europe, dem internationalen Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Wohnen und Bauen in der Stadt, 

Sommerferienprogramm der Junior Uni: 
Spannende Forschungsabenteuer

07. Juni 2022

Mit selbstgebauten Raketen ins Weltall starten, auf den Spuren der Dinosaurier wandeln, die heimische Tierwelt erkunden oder ins ferne China reisen – in den Sommerferien können junge Forscher*innen und Tüftler*innen zwischen vier und 20 Jahren in der Junior Uni wieder einiges erleben und entdecken. In 100 Kursen - davon 13 Online-Kurse - mit insgesamt mehr als 1000 Plätzen, kommen die Junior Uni-Student*innen beim Experimentieren, Forschen und Werken voll und ganz auf ihre Kosten.

Auch Jugendliche ab 14 Jahren erwartet in den Ferienkursen ein vielfältiges Programm: Von der Berufsorientierung über Stressbewältigung und wissenschaftliches Arbeiten bis hin zu Neuropsychologie und Radioaktivität, gibt es Themen aus verschiedensten Fachbereichen. Filmfans üben sich etwa im Kurs „Filmen wie die Profis – wir produzieren Video-Clips“, Programmier- und Videospielexpert*innen kreieren im Kurs „Interactive Fiction“ neue Abenteuerwelten.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Studierenden in den Sommerferien wieder ein abwechslungsreiches und vielfältiges Kursprogramm anbieten können“, erzählt Dr. Stefan Hellhake, Prokurist und Leiter der Fachkoordination an der Junior Uni. „Für die Studierenden an weiter entfernten Orten haben wir erneut einige Online-Kurse im Angebot. Die einwöchige Summer School für Studierende ab 14 Jahren richtet sich etwa an Jugendliche aus ländlichen Regionen. So kann jede*r in den Genuss eines Junior Uni Kurses kommen.“

Das Sommerferienprogramm der Junior Uni ist ab Dienstag, 7. Juni 2022 online unter junioruni-wuppertal.de zu finden. Der Anmeldestart für alle Ferienkurse ist am Montag, 13. Juni ab 9 Uhr. Die Anmeldung ist auf der Webseite jederzeit oder telefonisch unter T. 0202 430 439-0 zu den Öffnungszeiten der Junior Uni möglich.

Foto: Anna Schwartz

Wiederaufnahme der Familienvorträge an der Junior Uni:
Ein Zoodirektor erzählt

01. Juni 2022

Um seinen Job beneiden ihn sicher viele Kinder: Dr. Arne Lawrenz ist seit 2013 Direktor des Grünen Zoo Wuppertals und kommt den Tieren im Zoo so nah wie kaum ein anderer. Bevor er Zoodirektor wurde, arbeitete er bereits 15 Jahre als Zootierarzt in Wuppertal und kann reichlich Spannendes aus seinem Arbeitsalltag und dem der anderen Forscher*innen und Mitarbeiter*innen des Zoos erzählen.

Am Sonntag, 12. Juni, ist der Zoodirektor ab 11 Uhr zu Gast in der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land und wird die Tradition der Familienvorträge nach der Pandemie-bedingten Pause wieder aufleben lassen. In seinem Vortrag berichtet er von der Arbeit der Wissenschaftler*innen im Zoo. Dabei erklärt er, welche Aufgaben Wissenschaftler*innen und Forscher*innen innerhalb eines Zoos übernehmen, aber auch, welche Aufgaben sie außerhalb der zoologischen Gärten zum Erhalt der Artenvielfalt wahrnehmen. Er wird beispielsweise über das einzigartige Projekt „Aralandia“ berichten und seine Zuhörer*innen mitnehmen auf spannende Reisen in den afrikanischen Dschungel. Auch die Elefanten im Zoo – und wie man sie in der freien Wildbahn schützen kann, werden in seinem Vortrag thematisiert.

„Es freut uns sehr, dass Arne Lawrenz im Juni den Auftakt zur neuen Familienvortragsreihe macht. Wir sind schon gespannt auf seine Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten zoologischer Gärten“, sagt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab. „Ihm werden in den kommenden Monaten weitere tolle Gäste mit spannenden Themen folgen.“

Auch Dr. Arne Lawrenz ist schon voller Vorfreude: „Es ist mir ein wichtiges Anliegen über die Aufgaben moderner Zoos am Beispiel des Wuppertaler Zoos und unserer Arbeit auf der ganzen Welt aufzuklären. Es gibt heutzutage viele Programme und Projekte, um beispielsweise gefährdete Tierarten zu schützen und so die Artenvielfalt auf unserem Planeten zu erhalten.“

Die Familienvorträge richten sich an alle interessierten kleinen und großen Zuhörer*innen ab vier Jahren und dauern etwa eine Stunde. Der Familienvortrag erfreut sich großer Beliebtheit und ist deshalb leider bereits ausgebucht! 

Foto: Lawrenz/Zoo Wuppertal

Gemeinsames Forscherfest von Junior Uni und WSW
Viele glückliche Nachwuchsforscher*innen

7. Mai 2022

Zahlreiche große und kleine Besucher*innen wurden heute (7. Mai) auf dem Forscherfest der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land bei traumhaftem Frühlingswetter zu begeisterten Nachwuchsforscher*innen. Entlang der Schwebebahn luden zahlreiche Mitmach-Aktionen zum Forschen, Werken und Experimentieren ein. Die Junior Uni freut sich gemeinsam mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) über einen gelungenen Veranstaltungsauftakt nach der pandemiebedingten Pause.

Heute fand nach Corona-bedingter Pause endlich wieder das Forscherfest der Junior Uni in Kooperation mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) statt. Entlang der Schwebebahn gab es an den zahlreichen Aktionsständen viele glückliche Gesichter – und das nicht nur von den Teilnehmer*innen, sondern auch vom Junior Uni-Team. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach einer so langen pandemiebedingten Pause heute endlich wieder ein gemeinsames Fest mit den Wuppertalerinnen und Wuppertalern feiern konnten“, sagt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab zufrieden. „Es war schön wieder einmal in so viele begeisterte und glückliche Gesichter schauen zu können.“

An den Haltestellen Oberbarmen, Adlerbrücke, Loher Brücke/Junior Uni und am Zoo/Stadion war heute zwischen 12 und 16 Uhr einiges los – tolle Schwebebahndurchsagen von Nachwuchssprecher Emil (10) sorgten dafür, dass auch niemand das Fest verpassen konnte. Neben dem Herstellen von Dinosaurier-Eiern und bunter Knete, war auch das Steuern der Lego-Roboter bei den kleinen Forscher*innen sehr gefragt. Direkt an der Junior Uni konnten die Nachwuchsentdecker*innen beim Upcycling-Stand kreativ werden. Kean und Frieda (beide 5) bauten mit großem Eifer Autos aus Streichholzschachteln und entwarfen Buntstifte im Miniatur-Format aus Zahnstochern. Am Zoo waren Ayla (4) und Jakob (7) mit Feuereifer dabei und stellten Dinosaurier-Eier aus Natron und Speisestärke her, die sich später mit Essig wie von Zauberhand wieder auflösten.

Die Junior Uni richtet das Forscherfest in Kooperation mit den WSW aus, die ebenfalls mit zahlreichen Aktionsständen vertreten waren – von Entenangeln über Stromkreisläufe bis hin zu einer Hüpfburg in Form eines Busses wurden auch hier vielfältige Aktionen angeboten. Neben der städtischen Feuerwehr, dem THW und der DLRG, beteiligte sich auch die AWG mit einem eigenen Stand am Forscherfest. So gab es exklusive Einblicke in die beeindruckenden Einsatzfahrzeuge, Informationen rund um das Thema Recycling und Tipps der Rettungsschwimmer. Dr. Ariane Staab erklärt: „Wir möchten uns ganz herzlich bei den WSW für die großartige Unterstützung und dieses erfolgreiche gemeinsame Forscherfest bedanken!“ Auch Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Annika Spathmann freut sich über die erfolgreiche Veranstaltung: „Wir freuen uns schon darauf, nun mit vielen weiteren Veranstaltungen wie unserem beliebten Sommerfest am 20. August an diesen tollen Veranstaltungsauftakt anknüpfen zu können."

Foto: Anna Schwartz

Reichert-Alanod-Stiftung fördert neues Kurs-Konzept

5. Mai 2022

In einem neuen Kurskonzept an der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land können Schüler*innen im Rahmen eines AG-Formats verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen kennenlernen und ausprobieren. Gefördert wird das Projekt von der Reichert-Alanod-Stiftung.

Jeden Mittwoch tauschen 14 Schüler*innen des Johannes Rau-Ganztagsgymnasiums im Alter von 12 bis 15 Jahren ihren Klassenraum gegen die Kursräume der Junior Uni, um im Kurs „Naturwissenschaften erleben“ verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen, wie beispielsweise Chemie, Biologie oder Physik näher kennenzulernen. In einem neu konzipierten Kursformat, das als Nachmittagsangebot der Schule in der Junior Uni stattfindet, werden sie praxisnah an verschiedene Fächer und mögliche Berufsfelder herangeführt mit dem Ziel wissenschaftliches Arbeiten kennen zu lernen. „Wir freuen uns, dass die Schüler*innen in unserem neuen Kursformat die Gelegenheit bekommen, Einblicke in verschiedene Naturwissenschaften zu erlangen“, erläutert Dr. Jennifer Boek. Die Gymnasiallehrerin, verbeamtet am Gymnasium Am Kothen, ist seit einem Jahr fester Bestandteil des Junior Uni-Teams. Für ihre Tätigkeit an der Junior Uni wird sie einen Tag pro Woche vom Land NRW freigestellt. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Junior Uni und Schulen, wie es beispielsweise bei diesem AG-Format der Fall ist.

Durch das breit gefächerte Angebot legen sich die Nachwuchsforscher*innen nicht auf ein Fach fest, sondern können durch die praxisnahen Inhalte herausfinden, welches Fach ihnen am meisten liegt. „Die Schüler*innen lernen so nicht nur wissenschaftliches Arbeiten und experimentieren kennen, sondern entdecken auch, welche Talente in ihnen stecken“, sagt Boek. „Im Anschluss an das AG-Format können sie dann an unseren Forscherkursen teilnehmen, ihre Interessen dort vertiefen und sich gemeinsam mit anderen Studierenden auf Wettbewerbe, wie beispielsweise ‚Jugend forscht‘, vorbereiten.“

Der Kurs wird in enger Zusammenarbeit mit dem Johannes Rau-Ganztagsgymnasium durchgeführt und von der Reichert-Alanod-Stiftung aus einer Zuwendung in Höhe von insgesamt 20.000 Euro gefördert. „Den Eheleuten Reichert, die die Reichert-Alanod-Stiftung 2017 in Ennepetal gegründet haben, war es besonders wichtig, junge Talente zu finden und zu fördern“, erläutert Manfred Kartenberg, Vorstand der Stiftung, das Engagement. „In der Junior Uni und diesem besonderen Kursformat bietet sich eine wunderbare Gelegenheit dazu.“

Schulen, die sich für dieses besondere Kursformat interessieren, können sich bei Dr. Jennifer Boek in der Junior Uni unter jennifer.boek@junioruni-wuppertal melden.

Foto: Janina Busse

Von Station zu Station schweben: Forscherfest von Junior Uni und WSW

2. Mai 2022

Die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) laden nach drei Jahren Pause am kommenden Samstag, 7. Mai, zum großen Forscherfest ein. Entlang der Schwebebahn können Nachwuchsforscher*innen viel entdecken, gemeinsam werken und experimentieren.

Am Samstag, 7. Mai findet nach einer dreijährigen Pause endlich wieder das Forscherfest der Junior Uni in Kooperation mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) statt. Auf dem großflächigen Forscherfest erwarten neugierige Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Großeltern zwischen 12 und 16 Uhr tolle Angebote und spannende Entdeckungen an insgesamt vier Schwebebahnstationen. Von selbstgemachten Dinosaurier-Eiern über Lego Roboter bis hin zur heimischen Tierwelt – entlang der Wupper gibt es viel zu entdecken und zu erforschen!

„Wir freuen uns sehr nach so langer Zeit mit hoffentlich vielen kleinen und großen Gästen ein gemeinsames Fest zu feiern“, sagt Junior Uni Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab mit großer Vorfreude auf die Veranstaltung. „Dafür haben wir uns spannende Mitmach-Aktionen und viele Überraschungen überlegt.“ Markus Schlomski, Arbeitsdirektor der Wuppertaler Stadtwerke GmbH, ergänzt: „Es freut uns riesig, dass in diesem Jahr das Forscherfest wieder stattfinden kann. Schon das letzte Fest im Jahr 2018 war ein voller Erfolg.“

Mitmachen können Nachwuchsforscher*innen zwischen vier und zwanzig Jahren. Dazu können sie sich am 7. Mai an einer der teilnehmenden Schwebebahnstationen oder an der Junior Uni ihre Stempelkarte abholen. Diese ist auch ihre kostenlose Fahrkarte für die Schwebebahn.* Und dann nichts wie los: Von 12 bis 16 Uhr können die kleinen Forscher*innen und Entdecker*innen von Station zu Station schweben und sich von spannenden Experimenten, lustigen Spielen und echten Abenteuern mitreißen lassen. Dabei können die Teilnehmer*innen des Forscherfests an den einzelnen Ständen Stempel sammeln. Wenn die Stempelkarte gefüllt ist, geht es zurück zur Junior Uni, denn dort warten schon tolle Überraschungen auf die Gewinner*innen.

An den folgenden Schwebebahnstationen gibt es beim Forscherfest viel zu entdecken: Oberbarmen, Adler Brücke, Loher Brücke/Junior Uni und Zoo. Die Junior Uni ist der zentrale Treffpunkt des Forscherfestes. Alle Informationen gibt es auch unter junioruni-wuppertal.de

*Gilt nur am 7. Mai bei Teilnahme am Forscherfest der Junior Uni in Kooperation mit den Wuppertaler Stadtwerken. Gilt nicht für Begleitpersonen.
 
Foto: Junior Uni

Unterstützer*innen für Kursangebot für geflüchtete Kinder gesucht

28. April 2022

Die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land bietet seit kurzem Kurse für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an. Das Angebot soll die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Start in Deutschland unterstützen und ihnen bei der Integration helfen. Für weitere Kursangebote und Hilfe beim Anmeldeprozess sucht der außerschulische Lernort nun ehrenamtliche Unterstützung – beispielsweise durch Dolmetscher*innen.

Seit den Osterferien können geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in der Junior Uni in verschiedenen Kursen gemeinsam forschen, experimentieren und werken. „Wir wollen den Kindern einen guten Start in Deutschland ermöglichen und ihnen zeigen, dass sie hier in der Junior Uni willkommen sind“, sagt Cilia Vogt, Sozialpädagogin bei der Junior Uni. „Wir haben großes Glück, dass wir ukrainisch und russisch sprechende Dozent*innen haben, die spontan bereit waren ihre Kurse anzubieten. So können wir die Sprachbarriere umgehen und den jungen Studierenden ein tolles Junior Uni-Erlebnis ermöglichen.“

Das angebotene Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 20 Jahren. Während die ersten Kurse ausschließlich für geflüchtete Kinder und Jugendliche angeboten wurden, wird die Junior Uni nun zeitnah auch wieder „internationale Kurse“ anbieten, die von geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie Student*innen mit deutscher Muttersprache gemeinsam besucht werden. „Gerade diese Integration über das gemeinsame kultur- und sprachübergreifende Experimentieren, Forschen und Lernen ist uns an der Junior Uni sehr wichtig“, erläutert Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Annika Spathmann. „Mit unseren internationalen Kursen haben wir in den vergangenen Jahren beispielsweise mit den aus Syrien geflüchteten Kindern und Jugendlichen sehr positive Erfahrungen gesammelt.“

Um das Kursangebot für geflüchtete Kinder und Jugendliche zu erweitern, sucht die Junior Uni jetzt nach weiteren möglichen Kooperationspartner*innen oder Unterstützer*innen. Außerdem werden ehrenamtliche Dolmetscher*innen gesucht, die die Familien beim Anmeldeprozess unterstützen können. Interessent*innen können sich in der Junior Uni bei Cilia Vogt unter Telefon 430 439 -24 oder per E-Mail an cilia.vogt@junioruni-wuppertal.de melden.

BU: Im Kurs „Was kreucht und fleucht denn da?“ lernten die ukrainischen Kinder die bergische Tierwelt kennen.
 
Fotos: Junior Uni

Summer School für Jugendliche an der Junior Uni in Wuppertal

26. April 2022

Die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land bietet in diesem Sommer erstmals eine „Summer School“ an. In der letzten Woche der Sommerferien (1. bis 6. August) können Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren in praxisnahen Workshops Einblicke in Berufsbilder und Studienfächer aus dem naturwissenschaftlichen und technischen Bereich erlangen. Da die „Summer School“ mit Übernachtung angeboten wird, ist sie auch für Jugendliche aus weiter entfernten Regionen spannend.

In diesem Sommer feiert die „Summer School“ der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land Premiere. In der letzten Woche der Sommerferien laden wir Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren ein, eine spannende Woche mit der Junior Uni, der Bergischen Universität Wuppertal, der Bechtle GmbH IT-Systemhaus Solingen sowie weiteren Kooperationspartnern in der Region zu verbringen.

Die Jugendlichen erwarten praxisnahe Workshops, die Einblicke in Berufsbilder und Studienfächer aus dem MINT-Bereich (dazu gehören die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) geben und die Teilnehmer*innen so bei ihrer Berufswahl unterstützen können. Sie erfahren, was sich hinter bestimmten Berufsbildern verbirgt und können sich in verschiedenen Experimenten und Praxis-Aufgaben ausprobieren. Dabei lernen sie ihre eigenen Fähigkeiten und Talente besser kennen.

„Das Angebot richtet sich bewusst an Jugendliche aus ländlichen Regionen, die im Alltag nicht die Möglichkeit haben Kurse bei uns zu besuchen“, erläutert Dr. Stefanie Morgenroth, Fachkoordinatorin an der Junior Uni, das Konzept. Neben den Workshops gibt es außerdem ein spannendes Rahmenprogramm und die Teilnehmer*innen übernachten gemeinsam in der CVJM-Bildungsstätte in Wuppertal. „Eine tolle Gelegenheit, um in verschiedene Berufsbilder reinzuschnuppern und Gleichgesinnte kennenzulernen“, sagt Morgenroth.

Bei Rückfragen zur Summer School und ihren Inhalten oder zum Konzept der Junior Uni melden Sie sich gern bei uns. Ansprechpartnerin ist Dr. Stefanie Morgenroth, E-Mail: stefanie.morgenroth@junioruni-wuppertal.de; Telefon (0202) 430 439 – 13 oder mobil (0163) 7765639.

Im Rahmen des MINTdig-Projektes wird dieses Angebot vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung gefördert und finanziell unterstützt.

Neuer Evaluationsbericht des WIB: Online-Kursangebot der Junior Uni auf dem Prüfstand

19. April 2022

Der aktuelle Evaluationsbericht des Wuppertaler Instituts für bildungsökonomische Forschung (WIB) der Bergischen Universität beschäftigt sich diesmal mit dem Online-Kursangebot der Wuppertaler Junior Uni. Deren Online-Kurse wurden während des ersten Lockdowns in der Corona-Pandemie konzipiert und sind seitdem neben dem regulären Kursangebot im Semesterprogramm des außerschulischen Lernorts zu finden. Die Bildungsökonominnen Prof. Dr. Kerstin Schneider und Dr. Anna M. Makles untersuchen nun, wie das Online-Angebot angenommen wurde. Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit den Junior Uni Geschäftsführerinnen Dr. Annika Spathmann und Dr. Ariane Staab vorgestellt.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land 2020 und 2021 ihr Kursangebot reduzieren und auf digitale Angebote umstellen. Der aktuelle Evaluationsbericht des WIB untersucht somit auch erstmalig ein Online-Angebot der Junior Uni. „Neben den klassischen Fragen, denen wir uns bei unseren Evaluationen seit Jahren widmen, ist ein Ziel dieses Jahr auch gewesen, zu prüfen, ob und wie das Online-Angebot die Teilnehmenden erreicht hat, und ob es überhaupt als konstruktive Ergänzung zum Präsenzbetrieb – auch langfristig – gesehen werden kann“, erklärt Kerstin Schneider.

Schnelle Umstellung auf digitale Formate
Nach einem starken Wachstum in den vergangenen Jahren, musste das Kursangebot in der Junior Uni in den letzten beiden Jahren pandemiebedingt zunächst heruntergefahren werden. Allerdings hat die Junior Uni schnell reagiert und mit ‚Junior Uni DigiTal‘ ein neues Konzept auf die Beine gestellt und etabliert. „Bereits am 18. März 2020 war unser erstes Video online.“ sagt Annika Spathmann. „Und schon im Mai konnten sich die ersten Kinder und Jugendlichen für einen Kurs anmelden – uns war es sehr wichtig, möglichst schnell ein praxisnahes digitales Angebot für unsere Studierenden auf die Beine zu stellen“, ergänzt Ariane Staab.

Online neue Zielgruppen erreicht?
Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass das Online-Angebot auch Kinder und Jugendliche erreicht, die die Junior Uni bisher nicht oder nicht so gut erreicht hat. „Gerade die Älteren hat die Junior Uni hiermit etwas besser ‚abholen‘ können, als mit den reinen Präsenzangeboten“, sagt Anna M. Makles. Bezogen auf die Mädchen ist auch etwas positive Bewegung zu erkennen, aber die Effekte sind noch nicht so eindeutig. „Dazu braucht es schlicht mehr Daten und einen längeren Zeitraum für digitale Angebote. Aber, durch das digitale Angebot gibt es inzwischen Teilnehmende aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland schaltet sich das ein oder andere Kind dazu.“

Ein weiterer positiver Aspekt des Online-Angebots ist laut Evaluationsbericht, dass es noch besser Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten anspricht – auch wenn die Teilnehmenden nach wie vor häufiger aus einkommensstärkeren Haushalten kommen. Darüber hinaus konnten in der Evaluation erstmalig auch Analysen für Junior Uni-Student*innen aus Solingen und Remscheid durchgeführt werden. „Hier zeigt sich wieder, wie wichtig das Prinzip der kurzen Wege ist, wenn Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft durch außerschulische Bildungsangebote erreicht werden sollen“, sagt Kerstin Schneider. „Je weiter der Weg zur Junior Uni, desto selektiver ist die Gruppe der Junior-Uni-Student*innen.“

Mädchen in MINT-Fächern weiter unterrepräsentiert
Eine zentrale Herausforderung bleibt – unabhängig vom Format – bestehen: Mädchen, egal welchen Alters, für Kurse aus dem Bereich der Technik und Ingenieurwissenschaft zu begeistern. In diesem Fachbereich werden im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021 nur 18 Prozent der Kursplätze von Mädchen belegt. „Um Mädchen noch stärker für MINT-Themen zu begeistern, entwickeln wir derzeit spezielle Formate, wie beispielsweise einen MINT-Mädchentag im Herbst dieses Jahres“, sagt Anna Rottmann, Fach- und Projektkoordinatorin an der Junior Uni. „Außerdem planen wir Veranstaltungen mit weiblichen Vorbildern aus dem MINT-Bereich. Dazu erhalten wir auch eine Förderung des Landes NRW.“

Auch im 14. Jahr flexibel
„Die Junior Uni hat schnell und flexibel auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie reagiert, um Kindern und Jugendlichen weiterhin ein Angebot machen zu können. Sieht man sich die Zahl der Anmeldungen und auch der Wartelistenplätze für digitale Kurse an, so ist das gelungen. Insbesondere die Gruppe der Jugendlichen, die bisher nicht so gut erreicht wurde, nimmt das digitale Angebot gerne wahr.“ fasst Kerstin Schneider zusammen. Auch nach 14 Jahren ruht sich die Junior Uni also nicht auf ihren Erfolgen aus, sondern entwickelt sich erfolgreich weiter.

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Über die Junior Uni
Die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land ist eine außerschulische Bildungseinrichtung für junge Menschen zwischen vier und zwanzig Jahren. Sie ist zu hundert Prozent privat finanziert und getragen von einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung. Mit mehr als 80.000 belegten Kursplätzen in fast 7.000 durchgeführten Kursen bis Ende 2021 hat sich die Junior Uni seit ihrer Eröffnung Ende 2008 einen Namen als außerschulischer Lernort wissenschaftlich-praktischer Bildung gemacht. Mit einem umfangreichen Online-Angebot auf Facebook, Instagram und YouTube unter #juniorunidigital erreicht die Einrichtung interessierte Mädchen und Jungen weit über die Stadtgrenzen Wuppertals hinaus.

Über das WIB
Das WIB - Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung ist eine fakultätsübergreifende, von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics und dem Institut für Bildungsforschung (IfB) in der School of Education getragene wissenschaftliche Einrichtung der Bergischen Universität Wuppertal. Mit dem WIB wird im Rahmen der Forschung maßgeblich das Ziel verfolgt, ein Kompetenzzentrum für die Forschung in der Bildungsökonomik zu schaffen, das auch Aufgaben der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesem Forschungsgebiet wahrnimmt. Insbesondere werden am Institut aktuelle und relevante Fragen auf dem Gebiet der Bildungsökonomik, Bildungsforschung und Bildungspolitik untersucht.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst besucht die Junior Uni

11. April 2022

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Schirmherrschaft für die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land übernommen. Nun lernte der Ministerpräsident den innovativen außerschulischen Lernort kennen und kam mit den jungen Junior Uni-Studierenden in einer Gesprächsrunde in einen sehr persönlichen Austausch.

Zehn Studierende im Alter von sieben bis 17 Jahren durften den Ministerpräsidenten mit ihren Fragen löchern. Neben aktuellen Themen, wie beispielsweise dem Krieg in der Ukraine und der Digitalisierung der Schulen, wollten die Nachwuchsforscher*innen von Ministerpräsident Hendrik Wüst auch wissen, ob er als Kind gern mit Lego gespielt hat – auf Jakobs (9) Frage, ob er ein Instrument spielt, antwortete Hendrik Wüst: „Meine Eltern fanden es eine gute Idee, dass ich Blockflöte lerne – ich fand die Idee nicht so gut. Und nach einem Jahr sahen meine Eltern das doch genauso. Deswegen kann ich heute leider kein Instrument spielen.“ Auch vor unangenehmen Fragen, wie beispielsweise der Frage nach unbeliebten Aufgaben in seinem Job schreckten die Kinder und Jugendlichen nicht zurück. Zoe (10) wollte etwa wissen, was uns die Pandemie noch beschert und entlockte dem Ministerpräsidenten seine Einstellung zur Impfpflicht: „Ich hoffe, dass wir jetzt trotz des Sommers vorsichtig und vernünftig bleiben, damit wir im folgenden Winter nicht wieder das Gleiche erleben wie im letzten Jahr. Ich hätte mir gewünscht, dass der Bundestag eine Impfpflicht beschlossen hätte, das hat leider nicht geklappt.“

Nach der Begrüßung wurde Hendrik Wüst von den jungen Studierenden direkt bei einem Experiment eingespannt: Gemeinsam ließen sie eine Luftballonrakete quer durch das Foyer der Junior Uni sausen und der Ministerpräsident war begeistert vom Forschergeist und Tatendrang der Nachwuchstüftler*innen. Im Anschluss an die Gesprächsrunde lernte der Ministerpräsident bei einem Rundgang das Konzept der hauptsächlich privat finanzierten Wuppertaler Junior Uni, nach deren Vorbild mittlerweile deutschlandweit weitere Junior Unis entstehen, kennen. Dabei durfte er in zwei Ferienkursen gemeinsam mit Junior Uni-Studierenden experimentieren, programmieren und tüfteln.

„Die Junior Uni ist einzigartig. Hier können Kinder und junge Menschen das ganze Jahr über gemeinsam experimentieren und forschen. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass sich an der Wuppertaler Kinder- und Jugend-Universität so viele Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften und Technik begeistern“, betont Ministerpräsident Hendrik Wüst.

„Es ist ein wunderbares Signal, dass Hendrik Wüst genau wie seine Amtsvorgänger die Schirmherrschaft für die Junior Uni übernommen hat“, sagt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab. „Wir freuen uns sehr, dass wir ihn gemeinsam mit unseren Studierenden von dem Konzept der Junior Uni begeistern konnten.“ Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Annika Spathmann ergänzt: „Der Besuch von Herrn Wüst unterstreicht die Bedeutung und Strahlkraft der Junior Uni auch über die Grenzen der Region hinaus. Als Ministerpräsident kann er uns dabei unterstützen, das Konzept der Junior Uni überregional noch bekannter zu machen.“

Bei dem Rundgang durch die Junior Uni wurde die Geschäftsführung von Junior Uni-Studentin Elli (15) unterstützt, die auch für die Social Media-Kanäle der Junior Uni als Reporterin über die Veranstaltung berichtete. Die Videos und das Interview, das sie mit Hendrik Wüst geführt hat, sind weiterhin auf dem Instagram-Kanal der Junior Uni zu sehen.

Foto: Land NRW/Mark Hermenau

Ministerpräsident Wüst in der Junior Uni

Fragerunde mit Junior Uni-Student*innen und Rundgang auf dem Campus

Vergangenen Montag stellte sich NRW-Ministerpräsident und Schirmherr der Junior Uni Hendrik Wüst zahlreichen Fragen unserer neugierigen Student*innen. Neben aktuellen Themen wie beispielsweise dem Ukraine-Krieg und der Digitalisierung von Schulen, wollten die Nachwuchs-forscher*innen von Wüst wissen, ob er als Kind selbst gern in die Junior Uni gegangen wäre. Im Anschluss an die Gesprächsrunde schaute der Ministerpräsident bei einem Rundgang durch die Junior Uni Student*innen in zwei Ferienkursen über die Schulter und lernte so hautnah das Konzept der Junior Uni kennen.

Wir danken allen Student*innen, Dozent*innen und Kolleg*innen, die den Ministerpräsidenten so herzlich empfangen und in der Gesprächsrunde und in den Kursen mit Fragen "gelöchert" haben. Dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war, zeigen die Bilderserie in diesem Beitrag und das Video vom Land NRW.

Fotos: Land NRW/Mark Hermenau

Zugabe-Preis für Ernst-Andreas Ziegler

31. März 2022

Der Gründer der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land, Prof. Dr. h.c. Ernst-Andreas Ziegler, wurde von der Hamburger Körber Stiftung ausgezeichnet: Er erhält den Zugabe-Preis für den sozialunternehmerischen Aufbau der innovativen Bildungseinrichtung - der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert.

Angetrieben von der Überzeugung, dass allen jungen Menschen die beste Bildung zusteht, rief er im Alter von 70 Jahren mit der Junior Uni einen deutschlandweit einmaligen außerschulischen Lernort für Kinder und Jugendliche ins Leben. Seit der Gründung in 2008 wurden rund 75.000 Kursplätze in über 6.500 Kursen belegt. Inzwischen sind mit Zieglers  Beratung drei weitere Junior Unis entstanden, in Mülheim, in Essen, aber auch in Daun in der Eifel.

Ziegler zog sich zum Ende des Jahres aus der Geschäftsführung der Junior Uni zurück und nahm einen Platz im kaufmännisch-organisatorischen Beirat ein. Die beiden weiteren Geschäftsführerinnen Dr. Ariane Staab und Dr. Annika Spathmann leiten die Junior Uni weiterhin und werden dabei von dem Prokuristen Dr. Stefan Hellhake unterstützt.

Foto: Anna Schwartz

Ferienforscher*innen gesucht!

28. März 2022

Wie funktioniert ein Industrieroboter und welche Tiere leben in unseren Wäldern? Warum steckt in einem Fußballspiel so viel mehr Physik als man denkt? Wie arbeitet eigentlich ein Richter und warum blubbert Limonade? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt das Osterferienprogramm der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land. Seit heute (28. März) kann auf der Homepage der Junior Uni im Programm gestöbert werden, Anmeldestart ist am Montag, 4. April 2022, ab 9 Uhr.

Von Langeweile in den Ferien keine Spur: Mit einem vielfältigen und abwechslungsreichen Programm startet die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land in die Osterferien. Insgesamt stehen 426 Kursplätze in zehn digitalen und 43 Kursen vor Ort zur Verfügung. Heute (28. März) wurde das Programm unter www.junioruni-wuppertal.de veröffentlicht.

Jugendliche ab 14 Jahren können in den Ferienkursen verschiedene Berufsbilder kennenlernen. Der digitale Kurs „Strafrecht konkret“ beschäftigt sich beispielsweise mit juristischen Fragestellungen. „Mit unseren Kursen wollen wir Jugendlichen auch die Chance geben, verschiedene Berufe kennenzulernen und in verschiedene Arbeitsbereiche reinzuschnuppern“, erklärt Junior Uni Prokurist Dr. Stefan Hellhake. „So fällt es ihnen leichter später den passenden Beruf oder Studiengang auszuwählen.“

Auch die jüngeren Forscher*innen im Alter von 4 bis 14 Jahren kommen in den Osterferien in zahlreichen Kursen voll und ganz auf ihre Kosten. Ganz gleich, ob Fußballbegeisterte*r, Dinosaurierfan oder Nachwuchsforscher*in: Gemeinsam wird in den Osterferienkursen gewerkelt, geforscht und getüftelt. So entstehen unter anderem Mini-Planetarien im Schuhkarton, es werden Experimente mit Lebensmitteln aus dem Kühlschrank durchgeführt, oder die Bauwerke der Antike unter die Lupe genommen.

Ab den Osterferien werden die Kurse für Nachwuchsforscher*innen im Alter von vier bis sechs Jahren wieder ohne Begleitperson angeboten. Alle Kurse werden in kleinen Gruppen und mit einem erprobten Hygienekonzept durchgeführt. Weitere Informationen dazu gibt es auch auf der Homepage der Junior Uni.

Das Osterferienprogramm, welches neben dem regulären Semesterprogramm angeboten wird, kann ab sofort unter www.junioruni-wuppertal.de durchstöbert werden. Die Anmeldephase beginnt für alle Altersklassen am Montag, 4. April 2022, um 9 Uhr. Anmeldungen nimmt die Junior Uni ab diesem Zeitpunkt online oder telefonisch unter 02 02 430 439-0 entgegen. Empfohlen wird allerdings die Anmeldung über die Homepage.

In den Osterferien vom 11. bis 24. April kann dann gemeinsam experimentiert und geforscht werden. Alle Informationen gibt es auch unter www.junioruni-wuppertal.de.


Foto: Janina Busse

Gleiche Bildungschancen für alle: 
Junior Uni kooperiert mit sozialen Einrichtungen

23. März 2022

Seit einem Jahr sorgt Sozialpädagogin Cilia Vogt an der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land für den Ausbau der Kooperationen mit verschiedenen sozialen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aus der Region. Mit ihrer wertvollen Arbeit sorgt sie dafür, dass einer der wichtigsten Grundsätze der Junior Uni - gleiche Bildungschancen für alle zu schaffen – intensiv vorangetrieben wird. Sie hat bereits viele erfolgreiche Kooperationen initiiert und freut sich über weitere Partner.

Eines der wichtigsten Ziele der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land ist, seit ihrer Gründung 2008, gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen - unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft. Um dieses Ziel weiter voranzutreiben, wurde vor fast einem Jahr eine zusätzliche Stelle an der Junior Uni geschaffen - finanziert von der Stiftung Mercator. Seitdem hat Sozialpädagogin Cilia Vogt die Bemühungen der Junior Uni in diesem Bereich intensiviert und viele erfolgreiche Kooperationen mit sozialen Einrichtungen und der Stadt Wuppertal initiiert

Ein wichtiger Aspekt von Vogts Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften, da diese den Bedarf und die soziale Situation von Familien sehr gut einschätzen können. „Die Pandemie hat dazu geführt, dass der Zugang zu Bildung für viele Kinder und Jugendliche noch schwieriger wird“; erläutert Vogt. Für diese Zielgruppe hat sie viele zusätzliche Angebote wie beispielsweise Schnupperkurse oder einen Forschertag organisiert. Eine relativ neue Kooperation ist die Teilnahme der Junior Uni am Wuppertal Pass. Dieser Pass ermöglicht benachteiligten Familien die kostenfreie Teilnahme an vielen Freizeitangeboten der Region. „Obwohl unsere Kursgebühren bewusst niedrig gehalten sind, um allen einen Kursbesuch zu ermöglichen, war es uns ein wichtiges Anliegen Kooperationspartner des Wuppertal Pass zu werden“, sagt Vogt. „So können wir auch in diesem Bereich Familien auf uns aufmerksam machen.“

Neben dem Ausbau der Kooperationen ist die Sozialpädagogin auch direkte Ansprechpartnerin für die Familien in der Junior Uni, die zusätzliche Unterstützung bei der Anmeldung und Teilnahme an den Kursen benötigen. Dazu fährt sie beispielsweise in verschiedene Quartiere und stellt das Konzept der Junior Uni in Stadtteilzentren und auf Spielplätzen vor, oder initiiert verschiedene Schnupperveranstaltungen – und das mit Erfolg. Insgesamt konnten bereits 200 Studierende durch verschiedene Kooperationen mit der Schulsozialarbeit der Stadt Wuppertal und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bei ihrem Weg zu einem Junior Uni Kurs unterstützt werden. Gefördert werden Angebote wie Forschertag oder Schnupperkurse auch von der Aktion „Aufholen nach Corona“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Stadt Wuppertal. „Junior Uni bedeutet für mich, Wege zu ebnen, um Bildungschancen und damit verbunden Perspektiven zu schaffen,“ sagt Vogt. Weitere interessierte Kooperationspartner aus diesem Bereich können sich bei Cilia Vogt in der Junior Uni melden unter Telefon: 0202 430 439 24 oder per E-Mail an cilia.vogt@junioruni-wuppertal.de.

Foto: Anna Schwartz

Neuer Livestream: Ein ganzes Haus aus dem 3D-Drucker

15. März 2022

Ein Haus aus dem 3D-Drucker? Was für viele futuristisch klingt, ist im nordrhein-westfälischen Beckum im vergangenen Jahr Realität geworden. Denn dort wurde das deutschlandweit erste Einfamilienhaus aus dem 3D-Drucker fertiggestellt. Der Architekt und Bauherr des Hauses, Waldemar Korte von Mense Korte Ingenieure + Architekten, ist am Dienstag, den 29. März, ab 16 Uhr zu Gast im Livestream der Junior Uni auf YouTube.

Korte beantwortet den jungen Zuschauer*innen Fragen rund um das Projekt und erklärt, welche Materialien für ein Haus aus dem 3D-Drucker verwendet werden können. Natürlich wird er auch erklären wie groß ein 3D-Drucker ist, mit dem man ein ganzes Haus drucken kann, und wie man auf die Idee kommt, ein komplettes Haus ausschließlich mit einem 3D-Drucker zu bauen. Im Livestream erfahren die Zuschauer*innen so Wissenswertes rund um innovative Bauverfahren und erhalten exklusive Einblicke in den Berufsalltag von Architekt*innen.

Das 3D-Druck-Haus hat weltweit für Aufsehen gesorgt und gilt als Revolution in der Baubranche - nicht nur aufgrund seiner besonderen Form oder der speziellen Bauweise, sondern auch aufgrund seiner Nachhaltigkeit. So kann der verwendete Beton des Hauses jederzeit erneut verwendet werden.

Interessierte haben die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an Waldemar Korte zu stellen und live dabei zu sein. Sie können ab sofort eine E-Mail mit ihren Fragen, ihrem Namen und ihrem Alter an info@junioruni-wuppertal.de schicken.

Foto: Mense Korte Ingenieure + Architekten

Sieben Junior Uni-Studierende in Wettbewerben erfolgreich

08. März 2022

Am vergangenen Wochenende wurde es für Junior Uni-Studierende in gleich zwei Forscherwettbewerben richtig spannend. In der letzten Runde der Deutschen Physikmeisterschaften (GYPT), ergatterte das Junior Uni-Team „lyrics and physics“ die Bronzemedaille – ein toller Erfolg. Angetreten waren die drei Nachwuchsforscher Max (16), Julian (17) und Kalle (16), die sich gemeinsam in einem Kurs in der Junior Uni vorbereiteten und zu jeweils einem physikalischen Phänomen forschten. Mit ihren Ergebnissen konnten sie sich gegen Teams aus ganz Deutschland durchsetzen und einen großartigen dritten Platz erkämpfen.

Das Besondere: Teilnehmer Max konnte sich mit den anderen beiden Teilnehmern nur digital austauschen und vorbereiten, da er im Saarland lebt. Mit seiner Fragestellung, ob man eine Münze entwickeln kann, die nicht nur auf der Kopf- oder Zahlseite, sondern auch mit gleicher Wahrscheinlichkeit auf dem Rand landen kann, schaffte er es in der Einzelwertung unter die Top zehn. Damit hat er sogar noch Chancen sich für das Nationalteam im internationalen Wettbewerb zu qualifizieren.

In Solingen nahmen die vier Junior Uni-Studierenden Julius, Pia, Milica (alle 12 Jahre alt) und Friedrich (13) am Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren“ teil – und das mit Erfolg. Im Fachbereich Physik gewann Friedrich mit seinem Experiment "Unsinkable Disc": Er ging dabei der Frage nach, warum eine Metallscheibe mit Loch in der Mitte im Wasser nicht untergeht, wenn man einen Wasserstrahl von oben auf sie fließen lässt. Im Bereich Chemie erreichte Milica mit ihrem Experiment einen großartigen zweiten Platz. Sie ging der Fragestellung nach, ob der Nitrat- und Nitrit-Gehalt im Boden rund um die Wupper Schwankungen unterliegt, oder konstant gleich ist. Ihre Vermutung: mögliche Schwankungen könnten Einfluss auf die Pflanzen an der Wupper haben. Dazu nahm sie in der Vorbereitungsphase zum Wettbewerb regelmäßig Bodenproben und wertete diese aus. Die Ergebnisse präsentierte sie vergangenen Samstag der Jury beim Regionalwettbewerb.

Auch die anderen beiden Teilnehmer*innen der Junior Uni gingen nicht leer aus: Julius erhielt mit seinem Experiment den Sonderpreis in der Kategorie „Energiewende“ und Nachwuchsforscherin Pia erhielt den Sonderpreis für den schönsten Stand. Sie hatten sich ebenfalls alle gemeinsam in der Junior Uni auf die Teilnahme am Wettbewerb vorbereitet, der die Juniorensparte des Wettbewerbs „Jugend forscht“ ist und sich an Jungforscher*innen bis 14 Jahre richtet.

„Wir sind sehr stolz auf unsere sieben Wettbewerbsteilnehmer*innen, die an diesem Wochenende Großes geleistet haben“, sagt Junior Uni-Prokurist Dr. Stefan Hellhake. „Allen die Möglichkeit zu geben, etwas Forscherluft zu schnuppern und auch junge talentierte Forscher*innen zu fördern ist ein wichtiges Anliegen der Junior Uni.“

Bildunterschrift: Pia (12) erhielt am Wochenende beim Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren“ den Sonderpreis für den schönsten Stand.

Foto: Junior Uni

#juniorunifuerdenfrieden

Jetzt mitmachen und ein Zeichen setzen!

Die Junior Uni ruft Ihre Student*innen und alle anderen, die Lust haben, dazu auf eigene Friedensbotschaften zu schreiben oder zu malen! Diese können dann selbst auf Instagram mit dem Hashtag #juniorunifuerdenfrieden gepostet oder per E-Mail an info@junioruni-wuppertal.de gesendet werden. Die Junior Uni wird die Sammlung dann nachträglich veröffentlichen!


Friedensfahnen als Zeichen der Solidarität

02. März 2022

Junge Studierende der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land haben gemeinsam Friedensfahnen gestaltet. Heute Vormittag (2. März) wurden die Flaggen gemeinsam mit den jungen Künstler*innen als Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auf dem Vorplatz der Junior Uni gehisst.

Drei farbenfrohe Friedensfahnen wehen seit heute auf dem Vorplatz der Junior Uni. Ihre Botschaft ist eindeutig: Frieden für die Welt und eine Ende des Krieges in der Ukraine. In bunten Farben haben die jungen Studierenden ihre Botschaften auf die Fahnen gemalt und geschrieben. Drei Friedenssymbolen aus bunten Handabdrücken sind als großes Symbol auf jeder Fahne deutlich zu erkennen. Daneben finden sich viele weitere Friedenssymbole wie Tauben, Herzen und Regenbögen auf den Fahnen.

„Dieser Konflikt beschäftigt und bewegt die Menschen weltweit – auch unsere jungen Studierenden hören in den Medien oder bei Gesprächen immer wieder von diesem Konflikt“, sagt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Annika Spathmann. „Daher wollten wir gemeinsam mit unseren Studierenden ein Zeichen für den Frieden setzen. „Wir spüren derzeit alle, was für ein kostbares Gut ein Leben in Frieden und Freiheit ist und sind betroffen vom Leid der Menschen in der Ukraine“, ergänzt Junior Uni Prokurist Dr. Stefan Hellhake.

Die beiden hissten die Fahnen heute Vormittag gemeinsam mit jungen Künstler*innen aus der Elberfelder Kindertagesstätte Rasselbande. Sie hatten gestern eine der drei Flaggen in der Junior Uni mit großem Eifer gestaltet. Kita-Leiterin Constanze Menken-Trovo weiß, dass der Konflikt auch vor den Kleinsten nicht haltmacht: „Sie schnappen natürlich hier und da Gesprächsfetzen auf und haben schnell dramatische Bilder und Ängste im Kopf, so dass wir mit den Kindern in der Kita auch über den Konflikt sprechen. Auch im Vorfeld der Mal-Aktion haben wir mit den Kindern über den Krieg gesprochen und uns gemeinsam Friedensmotive überlegt.“

Als weiteres Zeichen der Solidarität zu den Menschen in der Ukraine hat die Junior Uni ihre Projektionsfläche zur Wupperseite vorübergehend geändert. So werden dort in den frühen Morgen- und Abendstunden eine Ukraine-Flagge und Friedenssymbole eingeblendet.

Unter dem Hashtag #juniorunifuerdenfrieden ruft der außerschulische Lernort in den sozialen Netzwerken zudem dazu auf sich mit Friedensbotschaften und Bildern an der Friedensaktion zu beteiligen.


Fotos: Junior Uni

Livestream am 24. Februar: Ein Jahr am Südpol

14. Februar 2022

Wie kalt wird es in der Antarktis im Winter wirklich? Warum können Flugzeuge dort nicht immer landen? Und wie sieht der Alltag in einer Forschungsstation in unmittelbarer Nähe des geografischen Südpols aus? Gibt es dort auch eine Feuerwehr oder ein Krankenhaus? Woher kommt Tag für Tag das Essen? Diese und viele weitere Fragen kann Dr. Kathrin Mallot im Livestream auf dem YouTube-Kanal der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land am Donnerstag, 24. Februar, ab 16 Uhr beantworten. Sie verbrachte ein Jahr auf der amerikanischen Amundsen-Scott-Forschungsstation, nur wenige hundert Meter vom geografischen Südpol entfernt und übernahm dort die Überwachung des Experimentes „IceCube“.

„IceCube besteht aus über 6400 Kameras, die bis zu 2,5 Kilometer tief im Eis versenkt sind“, erklärt Mallot ihr Forschungsprojekt. „Damit messen wir Licht, das von Teilchen, die durch das Eis jagen, ausgesendet wird, um mehr über das Universum zu lernen. Da wir für Reparaturen nicht zwei Kilometer tief ins Eis bohren können, war meine Aufgabe vor allem sicherzustellen, dass die Computer, die die ganzen Signale auswerten, konstant laufen.“

Mallots Leben auf der Forschungsstation unterschied sich sehr vom Alltag, wie wir ihn aus Deutschland kennen. 40 Mitarbeiter leben und arbeiten auf der Forschungsstation und sind im Winter sogar ganz auf sich allein gestellt. Warum das so ist, und welche Herausforderungen es dort zu meistern gibt, erzählt Dr. Kathrin Mallot im Livestream. Interessierte Kinder und Jugendliche können Dr. Kathrin Mallot ab sofort ihre Fragen zusammen mit ihrem Namen und Alter per E-Mail an info@junioruni-wuppertal.de schicken. Wer persönlich am Livestream teilnehmen möchte und seine Fragen in einem persönlichen Gespräch stellen möchte, kann sich ebenfalls ab sofort unter dieser E-Mail-Adresse mit Angabe seines Namens und Alters sowie der Frage anmelden.

Foto: Kathrin Mallot/IceCube/NSF

Innovatives Kursformat in Kooperation mit der Bergischen Universität und der Bechtle GmbH - unsere "Insekten-Akademie"

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Videoproduktion: emm dsign GbR (Bochum) | Digital Content Creation

Insektenforscher*innen gesucht

11. Februar 2022

In Kooperation mit der Bergischen Universität und der Bechtle GmbH bietet die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land auch im Sommersemester den beliebten Insekten-Akademie Kurs an. Im Video gibt es jetzt Einblicke in den Kurs, der mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird. Das innovative Kurskonzept fördert nicht nur das Verständnis für die heimische Insektenvielfalt, sondern auch die Digitalisierung.

Insektenforscher*innen zwischen elf und 14 Jahren aufgepasst: Die Insekten-Akademie geht in der Junior Uni auch im Sommersemester wieder an den Start. Der Kooperationskurs ist eines der ersten Projekte, für das die größtenteils privat finanzierte Junior Uni staatliche Fördergelder und Unterstützung erhält.

Im Kurs lernen die Student*innen nicht nur heimische Insektenarten kennen und erfahren, was sie für den Schutz und Erhalt der Insektenvielfalt tun können, sondern werden auch fit in Sachen Digitalisierung. Der Kurs nutzt zur Bestimmung, Analyse und Katalogisierung der Insekten digitale Endgeräte und modernste Technik. Da er nur an drei Samstagen ganztägig vor Ort stattfindet, richtet sich dieser Kurs auch an Student*innen, die weiter weg wohnen. Während der vierzehntägigen Forscherphase zwischen den Treffen bleiben die Student*innen und ihre Dozentinnen digital in Kontakt und nutzen die Zeit für Studien vor der eigenen Haustür. Im Verlauf des Kurses entsteht so eine digitale Insektenkarte der Region.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Kooperationskurs gemeinsam mit der Bergischen Universität und der Bechtle GmbH neue Lernformate erproben können“, schildert Junior Uni-Prokurist und Leiter der Fachkoordination Dr. Stefan Hellhake. „Ziel des Projektes ist es, auch Student*innen aus weiter entfernten Städten und ländlichen Regionen die Teilnahme an dem Angebot zu ermöglichen.“

Ein Video auf dem YouTube-Kanal der Junior Uni gibt jetzt Einblicke in das Kurskonzept und zeigt, wie die Nachwuchsforscher*innen an der Junior Uni und in der Bergischen Universität gearbeitet haben.

Interessierte Insektenforscher*innen zwischen zehn und 14 Jahren können sich jetzt noch einen der begehrten Kursplätze über die Webseite der Junior Uni oder telefonisch unter 0202/ 430 439 0 sichern.

Foto: Anna Schwartz

Überwältigender Andrang auf die Kursplätze

06. Februar 2022

Fast 1500 Kursplätze in 195 Kursen standen zum Anmeldestart an der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land für das Sommersemester bereit, das vom 14. Februar bis zum 24. Juni 2022 geht. Der überwiegende Teil davon ist bereits gebucht, zusätzlich wurden fast 1900 Plätze auf der Warteliste vergeben. Für Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren gibt es noch wenige freie Plätze, für die sich Interessierte über www.junioruni-wuppertal.de auch jetzt noch schnell und unkompliziert anmelden können.

Die Junior Uni-Geschäftsführung reagiert überwältigt. „Der Ansturm auf die Kursplätze ist unglaublich! Wir freuen uns sehr über die enorme Nachfrage“, erklärt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab. Ihre Mitgeschäftsführerin Dr. Annika Spathmann ergänzt: „Für diejenigen, die leider keinen Platz ergattern konnten, werden wir versuchen, trotz unserer begrenzten Räumlichkeiten möglichst viele Kurse nachzulegen.“ Dazu sollen sich alle, die keinen Platz in ihrem Wunschkurs bekommen haben, trotz des großen Andrangs auf der Warteliste eintragen.
Sowohl die Präsenz- als auch die Onlinekurse sind erneut stark nachgefragt. Während bei den 4-6-Jährigen bereits nach wenigen Minuten alle Plätze vergeben und auch die Kurse der 7-10-Jährigen schon jetzt fast ausgebucht sind, gibt es bei den Jugendlichen noch in mehreren Kursen einzelne freie Plätze.

Das Sommersemester beginnt am 14. Februar und endet am 24. Juni 2022.

Foto: Anna Schwartz

First Lego League Explore – Virtuelle Ausstellung der Junior Uni zum Thema "Transport der Zukunft gestalten"

31. Januar 2022

Wie der Transport der Zukunft aussehen könnte, zeigten am Sonntag (30. Januar) kreative Nachwuchstüftler*innen in einer digitalen Ausstellung des Wettbewerbs „First Lego League Explore“. Ausrichter der regionalen Ausstellung war die Junior Uni.

Wie könnte der Transport der Zukunft aussehen? Mit welchen Herausforderungen werden wir uns beschäftigen und wie kann der Warenverkehr verbessert werden? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmer*innen der First Lego League. Am Sonntag präsentierten die Teams ihre Projekte in einer virtuellen Ausstellung – organisiert von der Junior Uni Wuppertal. Zwei Teams bestanden aus Junior Uni-Student*innen, die sich gemeinsam mit dem Dozenten Vito Frisella in einem Kurs auf den Wettbewerb vorbereitet,in der Junior Uni ihre Modelle gebaut und zu dem Thema geforscht hatten. Bundesweit sicher besonders an der Wuppertaler Ausstellung: ein Team griff die Idee der Wuppertal Schwebebahn auf und dachte sie in Ihrem Modell neu.

Neben der Schwebebahn ergänzte eine Seilbahn eine der bunten Logistik-Landschaften aus Lego – beiden Fahrzeugen konnten die Student*innen Befehle erteilen – sie hatten eigens Programme für diese Lego-Roboter geschrieben. Ein weiteres Team der First Lego League baute und programmierte einen Post-LKW aus Lego, der Pakete in eine Art Verteilzentrum auslieferte.

Eine Jury, bestehend aus den Junior Uni-Dozenten Julius Kahle und Nils Kohnen begutachtete die Projektergebnisse der jungen Tüftler*innen zwischen sieben und zehn Jahren und zeichnete jedes Projekt individuell aus. „Das Konzept der First Lego League, alle Ergebnisse zu würdigen und auch Werte wie Teamarbeit und ein faires Miteinander zu berücksichtigen, passt sehr gut zum pädagogischen Konzept der Junior Uni“, sagt Junior Uni-Prokurist Dr. Stefan Hellhake.

Die First Lego League Explore (ehemals First Lego League Junior) ist aus einer Initiative der amerikanischen Stiftung FIRST und der Firma Lego entstanden und will Kinder zwischen sechs und zehn Jahren an MINT-Inhalte heranführen.

Foto: Junior Uni

Kursprogramm für das Sommersemester veröffentlicht -
Gentherapie, Schülerfirma und Klimawandel

27. Januar 2022

Mit 195 abwechslungsreichen und spannenden Kursen zur freien Anmeldung startet die Junior Uni ins Sommersemester 2022. Nachwuchsforscher*innen zwischen vier und zwanzig Jahren können in den breit gefächerten Kursen verschiedener Fachgebiete gemeinsam experimentieren, kreativ gestalten und viel entdecken. Anmeldestart für das neue Semesterprogramm ist der 6. Februar. Das Programmheft gibt es ab sofort online, in der Junior Uni und an vielen weiteren Stellen in der Region.

Eine eigene Schülerfirma gründen, Chancen und Risiken der Gentherapie kennenlernen oder Einblicke in das Handwerk der Zahnmedizin bekommen – das sind nur drei von vielen spannenden Kursthemen für 14- bis 20-Jährige Student*innen im kommenden Sommersemester, das vom 14. Februar bis 24. Juni geht, an der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land. Dabei greifen die Kurse Themen auf, die die Jugendlichen in ihrem Alltag begleiten und beschäftigen. „Die Student*innen haben die Möglichkeit ihren Horizont zu erweitern, einen Einblick in verschiedene Berufe zu bekommen und ein Thema, das sie besonders interessiert, zu vertiefen“, erläutert Dr. Annika Spathmann, Geschäftsführerin der Junior Uni.

Bei den 11-14-jährigen steht beispielsweise im Kurs „Erdkundelabor – unsere Welt in Experimenten“ die Erde im Mittelpunkt. Mit einer Vielzahl von Experimenten werden ihre geographischen Besonderheiten erforscht und die Student*innen kommen im Kursverlauf verschiedensten Naturphänomenen und dem Treibhauseffekt auf die Spur. So soll gemeinsam der Klimawandel erforscht und Ideen entwickelt werden, wie man ihm entgegentreten kann.

Auch für die jüngsten Forscher*innen in den Altersgruppen 4-6 Jahre und 7-10 Jahre wird ein abwechslungsreiches Kursprogramm angeboten – Naturforscher*innen kommen hier genauso wie Künstler*innen und Technik-Fans auf ihre Kosten.

„Wir können mit Hilfe unserer großartigen Dozent*innen erneut ein spannendes und vielfältiges Programm für alle Kinder und Jugendlichen anbieten“, freut sich Anna Rottmann, Fachkoordinatorin an der Junior Uni. Nicht nur im Bergischen Land, auch überregional können Kinder und Jugendliche am Angebot der Junior Uni teilhaben: Neben den Präsenzkursen auf dem Wuppertaler Campus stellt die Junior Uni erneut vielfältige Online-Kurse zur Verfügung. Und wem die technische Ausstattung dazu fehlt, bekommt diese auf Anfrage auch zur Verfügung gestellt.

Für alle Kurse in Präsenz setzt die Junior Uni auf ein erprobtes Hygiene-Konzept und hat die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie stets im Blick.

Kursbuchungen für die Präsenz- und Onlinekurse sind ab dem 6. Februar online über die Internetseite junioruni-wuppertal.de oder telefonisch unter 0202 – 430 439 0 möglich. Am Tag des Bewerbungsstarts (Sonntag, 6. Februar 2022) werden die Kurse zu folgenden Startzeiten zur Anmeldung freigeschaltet:

4-6 Jahre und Erstklässler: ab 11 Uhr
7-10 Jahre: ab 11.30 Uhr
11-14 Jahre und 14-20 Jahre: ab 12 Uhr

Bewerbungen sind danach online jederzeit möglich, telefonisch zu den Öffnungszeiten der Junior Uni. Diese sind auf der Internetseite der Junior Uni zu finden. Alle, die die Möglichkeit zur Online-Bewerbung über die Internetseite haben, können hierbei von einem geringeren Zeitaufwand ausgehen. Sinnvoll ist es – falls noch nicht vorhanden -, sich im Vorfeld mit einer einmaligen Registrierung auf junioruni-wuppertal.de ein Studenten-Konto anzulegen.

Foto: Junior Uni/Anna Schwartz

Junior Uni-Studenten qualifizieren sich für die Endrunde der Deutschen Physikmeisterschaften

24. Januar 2022

Am vergangenen Samstag (22. Januar) fand einer der beiden NRW-Regionalwettbewerbe der Deutschen Physikmeisterschaft - ausgerichtet von der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land - digital statt. Drei Teilnehmer konnten sich für den Bundeswettbewerb im März qualifizieren - darunter auch Junior Uni-Student Max aus dem Saarland, der sich ausschließlich virtuell mit seinen Dozenten auf den Wettbewerb vorbereitete.

17 physikalische Phänomene und (bislang) keine wissenschaftliche Lösung. Das ist jährlich die Ausgangslage für die Teilnehmer*innen des „German Young Physicists‘ Tournament“ (kurz GYPT). Auch in diesem Jahr richtete die Junior Uni – als einer von zwei NRW-Stützpunkten – den Regionalwettbewerb des bundesweit durchgeführten Physikturniers aus. Die Junior Uni-Studenten Kalle (16), Julian (17) und Max (16) qualifizierten sich mit überzeugenden Präsentationen, spannenden Experimenten, und wissenschaftlichen Lösungsansätzen für den Bundeswettbewerb. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde der Regionalwettbewerb wie bereits im Vorjahr digital durchgeführt.

Digital ist auch das Stichwort für Junior-Uni Student Max. Er lebt im Saarland und bereitete sich ausschließlich virtuell auf seine Herausforderung „Three-Sided Dice“ vor. Dabei erforschte er, ob es möglich ist eine Münze zu entwickeln, die nicht nur zwischen Kopf und Zahl entscheidet, sondern mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auch auf dem Rand landen kann. Die Junior Uni lernte Max im vergangenen Jahr als Teilnehmer des Regionalwettbewerbs kennen und entschloss sich im Anschluss dazu seine Wettbewerbsteilnahme in diesem Jahr als Student im Junior Uni-Kurs „Forschung live - mit der Junior Uni zur Deutschen Physikmeisterschaft“ vorzubereiten. Dabei fand er viel digitale Unterstützung von seinen Dozenten Felix Rüdiger und Waleed El-Kishawi. Für die Experimente konnte er über seine Schule und das Schülerforschungszentrum Saarlouis Räumlichkeiten und Equipment nutzen. „Daher konnten wir Max genauso gut digital betreuen wie die anderen Studenten vor Ort“, sagt Waleed El-Kishawi. „Nicht vorhandene Materialien oder Geräte haben wir ihm von der Junior Uni zugeschickt.“

Die Junior Uni-Studenten Kalle und Julian bereiteten sich vor Ort auf den Wettbewerb vor. In Julians Versuchsreihe maß er den Lautstärkepegel nur mit Hilfe einer an einem dünnen Faden aufgehängten Scheibe, Kalle setzte in seiner Versuchsreihe auf Spezialeffekte à la Harry Potter und druckte mit einem 3D-Drucker eine Folie, die ihn unsichtbar werden ließ.

Der Bundeswettbewerb des GYPT wird am 5. und 6. März 2022 digital ausgetragen. Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort qualifizieren sich für die Deutsche Physik-Nationalmannschaft, die dann im Sommer am internationalen Wettbewerb mit Teams aus 30 Ländern an den Start gehen wird.

Foto: Junior Uni/Janina Busse

Livestream: Gemeinsam gegen Cybermobbing

21. Januar 2022

Am Donnerstag, den 27. Januar, lädt die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land zu einem Livestream zum Thema Cybermobbing ein. Kinder und Jugendliche können ihre Fragen ab sofort an das Team der Junior Uni schicken, um sich dann in dem Live-Format mit Expert*innen auszutauschen.

Einer Studie zufolge waren im vergangenen Jahr fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland Opfer von Belästigung, Beleidigung oder gar Bedrohung im Netz – und das mit steigender Tendenz. Die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land möchte mit einem Livestream, der am kommenden Donnerstag, 27 Januar, ab 16 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Junior Uni zu sehen ist, dieser negativen Entwicklung entgegenwirken. In Kooperation mit dem Landesverband Kinder- & Jugendfilm Berlin e.V. will die Junior Uni junge Menschen in dem Livestream "Gemeinsam gegen Cybermobbing" für dieses wichtige Thema sensibilisieren.

Zwei Expert*innen gehen im Livestream auf die Fragen der Teilnehmer*innen ein, geben Tipps und nennen erste Anlaufstellen für Betroffene. Kindertherapeut Dr. Robert Rossa erklärt, welche gravierenden Auswirkungen Mobbing haben kann, und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Carolin Boldt erzählt von ihren Erfahrungen bei der Beratung von Betroffenen von Cybermobbing als Scout bei JUUUPORT e.V..

Wie kann ich mich gegen Cybermobbing wehren? Welche wirksamen Strategien helfen gegen Gewalt und Mobbing im Internet? Und wie kann ich Betroffene am besten unterstützen? Diese und viele weitere Fragen werden im Livestream thematisiert. Dabei haben interessierte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit ihre Fragen direkt an die Expert*innen zu stellen und live dabei zu sein. Aufgrund der sensiblen Thematik sind dieses Mal auch anonyme Anfragen möglich. Ihre Fragen können Kinder und Jugendliche per E-Mail an info@junioruni-wuppertal.de schicken. Wer mag kann dort seinen Vornamen und das Alter nennen, oder gibt einen Hinweis, wenn er lieber anonym bleiben möchte.

Hendrik Wüst übernimmt die Schirmherrschaft für die Junior Uni

19. Januar 2022

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat offiziell die Schirmherrschaft für die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land übernommen. Damit setzt er sich neben den Oberbürgermeistern der drei bergischen Großstädte Prof. Uwe Schneidewind (Wuppertal), Tim Kurzbach (Solingen) und Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) für die Interessen des außerschulischen Lernortes ein.

„Die Junior Uni ist einzigartig. Hier können Kinder und junge Menschen das ganze Jahr über gemeinsam experimentieren und forschen. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass sich an der Wuppertaler Kinder- und Jugend-Universität so viele Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften und Technik begeistern“, betont Wüst. „Allen kleinen und großen Forscher*innen wünsche ich viel Spaß bei ihren Entdeckungen.“

Bereits seit Gründung der Junior Uni übernimmt der jeweils amtierende Ministerpräsident die Schirmherrschaft für die Junior Uni. „Für uns ist diese Schirmherrschaft eine wichtige Unterstützung und Anerkennung unserer Arbeit“, sagt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab. „Die Junior Uni wird als Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft auch weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus wahrgenommen und für ihre Arbeit geschätzt.“

Foto: Land NRW / Tobias Koch

Anmeldestart für Schul- und Kita-Kurse

13. Januar 2022

Im kommenden Sommersemester, das am 14. Februar beginnt und am 24. Juni endet, hat die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land wieder spannende Kursangebote für Schulen und Kindertagestätten im Semesterprogramm. Ab sofort können Lehrer*innen und Erzieher*innen ihre Klasse oder Kindergartengruppe anmelden.

Wie funktioniert ein Getriebe? Warum können die Linsen eines Mikrokops Dinge so stark vergrößern und wie wird eigentlich ein Smartphone entwickelt? In insgesamt 31 Schulkursen der Junior Uni können Schüler*innen von Grundschulen und weiterführenden Schulen diese und viele weitere Themen im Klassenverbund gemeinsam vertiefen und praxisnah ihre Kenntnisse erweitern. So werden im Kurs „Mikroskop-Technik - Optische Geräte Marke Eigenbau“ beispielsweise verschiedene Mikroskope sprichwörtlich unter die Lupe genommen und eigene Mikroskope gebaut. Der Kurs "Getriebebau leichtgemacht - ein Einstieg in die CAD Konstruktion“ gewährt erste Einblicke in den Maschinenbau.

„Unser vielfältiges Kursangebot für Grundschulen und weiterführende Schulen ist eine spannende Ergänzung zum Schulalltag“, schildert Dr. Stefanie Morgenroth. Die promovierte Bildungswissenschaftlerin ist an der Junior Uni als Fachkoordinatorin unter anderem für die Planung der Schulkursangebote zuständig. „Unsere Programmier-Kurse sind ein tolles Angebot für Grundschulklassen. Programmieren ist seit kurzem ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans an Grundschulen in NRW und kann in diesen Kursen wunderbar vertieft werden“, erläutert Morgenroth. Bei einigen Grundschulkursen werden zusätzlich im Vorfeld Fortbildungsworkshops für die Lehrer*innen angeboten.

Auch auf Nachwuchsforscher*innen aus den Kindertagesstätten warten schon spannende Themen, zum Beispiel aus den Fachbereichen Biologie, Physik oder Kunst und Musik. Bei Kursen wie „Raketenkids – auf ins Weltall“, „Zaubereien aus dem Kühlschrank“ oder „Was kreucht und fleucht denn da?“ werden die Junior Uni-Student*innen ab vier Jahren in 47 Kindergartenkursen gemeinsam zu Expert*innen für ein Themengebiet.

Das Programm für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen gibt es ab sofort unter dem untenstehenden Link. Dort sind nach einmaliger Registrierung der Kita oder Schule auch die Anmeldungen möglich.

Das freie Kursprogramm der Junior Uni für das Sommersemester wird am 27. Januar 2022 veröffentlicht. Der Anmeldestart für alle interessierten Nachwuchsforscher*innen ist am Sonntag, 6. Februar 2022.

„Junior Uni unterwegs“ in der Eissporthalle Solingen

03. Januar 2022

In einem neuen Video der Format-Reihe „Junior Uni unterwegs“ wird es diesmal „eiskalt“ und sportlich: Wir blicken hinter die Kulissen der Eissporthalle Solingen.

Wie bleibt das Eis stets glatt und behält die richtige Temperatur? Wie funktioniert eigentlich der Betrieb einer Eissporthalle? Wer läuft dort alles oder macht dort Sport auf dem Eis? Diese Fragen stellt Reporterin Carlotta Bösmann in einer winterlich kalten Folge von „Junior Uni unterwegs“ der Hallenleiterin Sabine Groß.

Schon die Ankunft in der Eissporthalle macht neugierig: Mit der großen Eisaufbereitungsmaschine – die die Mitarbeiter liebevoll auf den Namen Willi getauft haben - fährt Sabine Groß über die noch leere Eisfläche und zieht dabei die Eisfläche hinter sich glatt. „Unser Willi ist 4,5 Tonnen schwer, tankt ganz viel Wasser und hat hinten einen Schlitten – den senkt man auf die Eisfläche. Dann läuft einmal Wasser an einem Lappen hinten runter und wird über das Eis in die Rillen gezogen. Gleichzeitig saugt die Eismaschine vorne den losen Schnee in den Schneetank“, erklärt Groß. So wird die Eisfläche schön glatt, das Eis selbst wiederum entsteht durch aufwändige Technik in einem separaten Technikraum.

Die Eissporthalle gehört der Lebenshilfe in Solingen und ist ein Integrationsunternehmen: Menschen mit und ohne Handicap kümmern sich hier um den Betrieb, damit alle die passenden Schlittschuhe erhalten, Ihren Spaß auf dem Eis haben, ungestört trainieren oder sich eine Auszeit in der Gastronomie gönnen können. Auch Carlotta probiert ihr Glück: Obwohl sie lange nicht mehr auf Schlittschuhen stand, wagt sie sich auf das Eis und trifft dabei auf eine freundliche Hobby-Eisläuferin, die ihr Ihre Tipps und Tricks verrät.