Forschergruppen und Wettbewerbe

Eigene Ideen und Projekte? Dann seid Ihr hier richtig!


Kennt Ihr die physikalischen Gesetzmäßigkeiten eines Magnetzugs? Oder möchtet Ihr alternative Energiequellen erforschen, um zum Beispiel Euer Smartphone aufzuladen? Ihr könnt auch passend zur Fußball-Europameisterschaft einen Freistoßautomaten selbst entwerfen. Habt Ihr Lust, eigenständig Projekte zu erforschen? Wenn Ihr an solchen Fragen und Themen Spaß habt, dann forscht doch einfach hier bei uns an der Junior Uni! Ihr könnt auch eigene Themen und Ideen für Projekte mitbringen

Unsere hauptamtliche Dozentin und Physikerin Annika Schächt gibt Euch gemeinsam mit unseren Dozenten Patrick Hagemann und Tobias Gerbracht Tipps, wenn Ihr mit Euren Forschungen mal nicht weiterkommt. Tobias Gerbracht hat übrigens selbst schon an einem Physik-Wettbewerb teilgenommen, den Sprung in die Deutsche Physiknationalmannschaft für Schüler geschafft und die Silbermedaille für Deutschland gewonnen!

Glückwunsch, Waleed! Junior Uni-Student erreicht nächste Runde beim GYPT-Wettbewerb

Geschafft! Nach einem hochspannenden Wochenende am Physikzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef hat Junior Uni-Student Waleed (17) die nächste Runde bei der Deutschen Physikmeisterschaft für Schüler (GYPT) erreicht. 85 Mädchen und Jungen hatten sich im Vorfeld mit 17 verschiedenen physikalischen Fragestellungen beschäftigt, um in Bad Honnef ihre Lösungsvorschläge zu präsentieren und diese anschließend mit einem gegnerischen Team und vor einer Experten-Jury zu diskutieren - übrigens alles auf Englisch. Junior Uni-Fachkoordinatorin Annika Schächt - selbst Physikerin - und Junior Uni-Dozent Patrik Hagemann hatten insgesamt vier Mädchen und Jungen aus Solingen, Schwelm und Leverkusen an der Junior Uni auf die Veranstaltung vorbereitet. "Alle haben sich super präsentiert und sehr, sehr engagiert ihre Arbeit der vergangenen Wochen vorgestellt", freute sich Annika Schächt nach einem anstrengenden, aber gelungenen Wochenende. Sie selbst ist - da die Junior Uni der NRW-Stützpunkt dieses bundesweiten Wettbewerbs ist - sogar Jury-Mitglied. 

Die Weltmeisterschaft rückt in greifbare Nähe

"Waleed wird sich nun hier an der Junior Uni intensiv auf die nächste Runde Ende März vorbereiten, bei der die Teilnehmer für die Deutsche Physiknationalmannschaft für Schüler ausgewählt werden. Diese vertreten Deutschland dann bei der Weltmeisterschaft in Singapur", skizziert sie die nächsten Schritte. Und mit welchem physikalischen Phänomen hat Waleed den Sprung in die nächste Runde geschafft? Schächt: "Das ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Letzten Endes ging es in seinem Projekt um Spiralwellen, die entstehen, wenn Wasser auf eine sich drehende Scheibe trifft. Dazu hat Waleed sehr komplizierte mathematische Gleichungen gelöst und spannende Experimente durchgeführt - unter anderem auch an der Bergischen Uni".

Sieger im Regionalwettbewerb

Zwei Teams, vier Teilnehmer und drei Jurymitglieder versammelten sich zum Regionalwettbewerb des GYPT, des German Young Physicists Tournament, der Deutschen Physikmeisterschaft für Schüler. Beim GYPT werden die Teilnehmer für die Nationalmannschaft ausgewählt, die in diesem Jahr nach Singapur auf das IYPT- das International Young Physicists Tournament, die Physik-Weltmeisterschaft für Schüler, fahren. Dort treten sie gegen die besten Teams aus über 30 verschiedenen Ländern an. Zu gewinnen gibt es unter anderem den Besuch im Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz. Doch das ist nicht die größte Motivation für die Jugendlichen: Verena, Teilnehmerin des Regionalwettbewerbs an der Junior Uni, erklärt: „Die Erfahrungen sind das wichtigste an diesem Wettbewerb." Seit 2013 ist die Junior Uni offizieller NRW-Stützpunkt zur Vorbereitung auf das englischsprachige GYPT, wo die Jugendlichen für ihre Problemlösungen schon Wochen vorher experimentieren, Fachliteratur hinzuziehen und von erfahrenen Betreuern unterstützt werden. Die physikbegeisterten Jugendlichen Clara, Moritz, Verena und Waleed fingen schon knapp einen Monat vor dem Regionalwettbewerb an, für ihre ausgewählten physikalischen Problemstellungen zu forschen und zu experimentieren.
Trotz des Zeitaufwands neben der Schule ist die Begeisterung und das Interesse der Jugendlichen an der Physik deutlich spürbar: „Mir macht das Arbeiten an Formeln und das Experimentieren am meisten Spaß“, so die 15-Jährige Clara aus Leverkusen, die durch ihre Lehrerin auf den Wettbewerb aufmerksam wurde. Wegen der stetig steigenden Anmeldezahlen für das GYPT gibt es in 2017 erstmalig Vorauswahlen durch einen Regionalwettbewerb. Annika Schächt, Physikerin und wissenschaftliche Fachkoordinatorin an der Junior Uni, Patrik Hagemann und Urs Große-Rhode, beide Studenten und nebenbei Dozenten der Junior Uni, sind große Fans des GYPT und freuen sich, dieses Jahr als Juroren mitwirken zu können: „Ich war das letzte Mal unfassbar überrascht und fasziniert von den Teilnehmern“, schwärmt Urs Große-Rhode - zu Recht, denn das Niveau der Jugendlichen ist hoch - auch in diesem Jahr:

Der 14-jährige Moritz beginnt mit seinem zwölfminütigen Vortrag auf Englisch. Er suchte sich die Problemstellung „Invent Yourself“ aus, welche darin besteht, einen möglichst kleinen Gegenstand zu finden, welcher mit einem ungekochten Ei ab einer Höhe von 2,5 Metern fallen muss und dabei das Ei nicht zerbrechen darf. Dieses Problem versuchte Moritz mit verschiedenen selbstgebastelten Hilfsmitteln und Gegenständen zu untersuchen und zu beheben. Sein Lösungsvorschlag besteht aus einem kleinen Karton, in den gerade einmal Watte, Pappe und das Ei selbst hineinpassen. Seinen Lösungsweg präsentiert er schließlich seinem gegnerischen Team und der Jury. Nach dem Vortrag beraten sich Verena und Waleed, um den Lösungsvorschlag diskutieren und hinterfragen zu können. Waleed hinterfragt im Namen seines Teams den Lösungsvorschlag von Moritz. Es folgen weitete Fragen zu Index und Parametern, so dass Waleed während der Diskussion eigene Lösungswege findet. Moritz verteidigt seine Theorie jedoch weiterhin beharrlich. Nach einer zwölfminütiger Diskussion durfte die Jury Fragen zum Vortrag stellen. Schlussendlich bekamen Moritz und Waleed ein gutes Feedback von der Jury, da sowohl der Vortra als auch die darauffolgende Diskussion bewertet wird. „Die Diskussion ist meistens schwerer als der Vortrag selbst“, erklärt Jurorin Annika Schächt.

Nachdem alle Teilnehmer einmal einen Vortrag gehalten hatten und eine Diskussion führen konnten, verkündigte die Jury ein erfreuliches Ergebnis: Beide Teams werden am 3. März nach Bad Honnef ins Physikzentrum zur finalen Endrunde fahren. Die vier Teilnehmer freuten sich riesig: „Ich mag besonders das Zwanglose am GYPT, so hat man noch mehr Spaß am Experimentieren“, schwärmt die 15-jährige Verena, die schon im vergangenen Jahr unter den jüngsten Teilnehmern im Finale sein durfte. Jetzt heißt es bis zum 3. März: Experimente verfeinern und sich weiter in die Materie einarbeiten. Die Junior Uni wünscht viel Glück!

Magnetzug, Wasser-Luft-Raketen? Lasst Eurem Forscherdrang freien Lauf!

Einen Wettbewerb für spannende Physikprojekte für Schüler ab der 5. Klasse bis zum Schulabschluss bietet „freestyle-physics“ von der Universität Duisburg-Essen. Themen wie der Bau einer Wasser-Luft-Rakete, die möglichst lange in der Luft bleibt oder der Aufbau einer Kettenreaktion mit vielen physikalischen Effekten in phantasievollen Kombinationen werden in kleinen Teams erarbeitet. Auch auf diesen Wettbewerb könnt Ihr Euch an der Junior Uni vorbereiten. Alle Infos dazu gibt es bei unserer Physikerin Annika Schächt, sie freut sich auf Eure Mail. 

mailto: annika.schaecht@junioruni-wuppertal.de

Wettbewerb mit internationaler Ausrichtung

Das GYPT, das German Young Physicists Tournament, also die deutsche Physik-Meisterschaft für Schüler, ist ein englischsprachiger Wettbewerb, bei dem Ihr in kleinen Teams alltagsbezogene Projekte bearbeitet. Eure Lösungen diskutiert Ihr mit Teams aus ganz Deutschland. Die besten Teilnehmer werden in die Deutsche Schüler-Nationalmannschaft berufen und nehmen dann an der internationalen Physikmeisterschaft teil. Die Vorbereitungen für diesen Wettbewerb starten im Sommer, einzige Voraussetzung: Ihr müsst mindestens die 9. Klasse besuchen. Die Junior Uni ist NRW-Stützpunkt für diesen Wettbewerb, den die Deutsche Physikalische Gesellschaft ausrichtet.

Mehr Infos zum GYPT findet Ihr auch hier.

mailto: forscherwettbewerbe@junioruni-wuppertal.de