Familienvorträge am Sonntag

Um allen interessierten kleinen und großen Bürgern tiefere Einblicke in die Junior Uni zu geben, gibt es neben dem Kursprogramm regelmäßig öffentliche Veranstaltungen. Beispielsweise entführen drei- bis viermal pro Semester hochkarätige Dozenten aus Wissenschaft und Praxis ihre großen und kleinen Besucher in spannende Welten bei ihren Familienvorträgen, immer sonntagmittags.

Architekt und Projektsteuerer erklären, wie das Gebäude der Junior Uni entstanden ist. Der Wuppertaler Zoodirektor erzählt aus erster Hand, wie im Zoo kranke Tiere behandelt werden. Die Chefin eines Pharmazieunternehmens klärt über den Unterschied zwischen Bakterien und Viren auf und ein Physiker lässt sein Publikum erfahren, dass Töne eigentlich Schwingungen sind. Ein Restaurator lässt vor den Augen der gebannten Besucher ein Gemälde aus dem "goldenen Zeitalter" entstehen und die Prorektorin der Bergischen Universität nimmt Spüli, Spiritus und Co. genau unter die Lupe. Und ein Industrie-Design-Professor erfindet mit dem jungen Publikum einen Wäschetrockner aus Alltagsgegenständen...

12. Februar 2017: Die Kunst des Erfindens

Referent: Dipl.-Designer Prof. Gert Trauernicht, Professor im Studiengang Industrial Design an der Bergischen Universität Wuppertal

Das Zeug zum Erfinder ruht eigentlich in jedem von uns, auch wenn nur wenige dieses Talent beruflich nutzen. Was ein Erfinder eigentlich macht, erarbeitete Professor Gert Trauernicht vom Studiengang Industrial Design der Bergischen Universität Wuppertal bei seinem Familienvortrag " Die Kunst des Erfindens" gemeinsam mit den zahlreichen kleinen und großen Zuhörern. Nach der Begrüßung durch Junior Uni-Ideengeber Prof. Ernst-Andreas Ziegler dauerte es nicht lange, bis der Referent gemeinsam mit den Mädchen und Jungen in der "Erfinderwerkstatt" aus einfachen Alltagsgegenständen einen Wäschetrockner baute. "Man braucht zunächst ein Problem, und meistens kennt man auch schon die Lösung. Auf dem Weg dazwischen liegt die Erfindung", erklärte der Professor das "Erfinderprinzip", das die jungen Erfinder aus dem Publikum gleich anwendeten, um ein nasses T-Shirt mithilfe einer Salatschleuder und eines Föns zu trocknen. Dabei nutzen die Mädchen und Jungen Vorbilder aus dem Tierreich und der Natur: ein Hund, der sich Wasser aus dem Fell schüttelt sowie Wind und Sonnenwärme. "Ihr seid der Hammer", befand Gert Trauernicht und ermutigte alle jungen Erfinder, immer an sich zu glauben und Dinge auszuprobieren.

Hier geht es zur Berichterstattung der Westdeutschen Zeitung zu diesem Vortrag.

20. November 2016: Schicht für Schicht - Autolackierung heute und morgen

Referent: Dipl.-Ingenieur Peter Minko, Manager bei der Firma Axalta Coating Systems GmbH in Wuppertal

Ganz schön bunt ging es zuletzt auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt zu. Die Farben der neuen Automodelle trugen klingende Namen wie Ultimate Grün, Pacific Blue und Sunny Yellow. Sie deckten die ganze Palette ab, von knalligem Orange bis hin zu fast schwarz wirkenden Lilatönen. Die schicken Lacke verleihen den Sportwagen und Limousinen eine tolle Optik. Wichtig sind sie aber aus einem ganz anderen Grund, wie Peter Minko, langjähriger Verfahrensingenieur des Wuppertaler Lackherstellers Axalta, bei seinem Familienvortrag anschaulich vermittelte.

60 kleine und große Zuhörer staunten gemeinsam mit dem Referenten im Werner-Jackstädt-Audimax der Junior Uni über die vielen verschiedenen Vorgänge einer Autolackierung. Minko veranschaulichte mit vielen Filmen und kleinen Vorführungen den Lackier-Prozess. So wissen die Besucher jetzt, dass zum Beispiel ein Autolack aus vier Schichten besteht, die jeweils nur so dick wie ein Haar sind. 

Junior Uni-Prokuristin Dr. Ariane Staab bedankte sich nach dem spannenden Vortrag bei Referenten und Zuhörerschaft für einen gelungenen Sonntagvormittag.

16. Oktober 2016: Matinee mit dem Museumsdirektor

Referent: Dr. Gerhard Finckh, Direktor des Von-der-Heydt-Museums in Wuppertal

Mit dem Von der Heydt-Museum besitzt Wuppertal ein ganz großartiges Kunstmuseum. Sein Direktor, Dr. Gerhard Finckh, lieferte bei seinem Familienvortrag "Matinee mit dem Museumsdirektor" im Werner-Jackstädt-Audimax der Junior Uni ungewöhnliche und spannende Einblicke in die aktuelle Ausstellung "Degas und Rodin - Giganten der Moderne". 

Zu Anfang seines Vortrags überraschte Finckh seine rund 80 kleinen und großen Zuhörer jedoch mit Blicken auf Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und Sprinterstar Usain Bolt. Doch die Parallele zu den beiden Impressionisten war schnell gezogen, denn ebenso wie es im Leistungssport immer um Wettkämpfe geht, so standen auch die beiden Maler und Bildhauer Auguste Rodin und Edgar Degas zeitlebens in einem Wettbewerb. Während zunächst Edgar Degas die Nase vorn hatte - vielleicht auch begünstigt durchs eine wohlhabende Herkunft - so feierte man gegen Ende ihres Schaffens 1917 Auguste Rodin. 

Gerade die jüngeren Besucher waren sich nach dem anekdotenreichen und spannenden Vortrag einig, bald die Ausstellung im Von der Heydt-Museum zu besuchen. 



25. September 2016: Krebsforschung -gute Neuigkeiten aus dem Meer

Referentin: Prof. Dr. Nicole Teusch, Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften an der Technischen Hochschule Köln


Wie oft die Natur Vorbild und Ideengeber für die Forschung ist, das wissen die Besucher unseres Familienvortrages "Krebsforschung - gute Neuigkeiten aus dem Meer" nun ganz sicher. Gemeinsam mit Referentin Prof. Dr. Nicole Teusch und Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ina Krumsiek verbrachten sie einen interessanten Vormittag im Werner-Jackstädt-Audimax. Prof. Teusch von der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der Technischen Hochschule Köln berichtete anschaulich und aus eigener Erfahrung über den langen Prozess, den ein Medikament in seiner Entstehung nehmen muss. Und von der Vorbildrolle der Natur, die zum Beispiel Mohn als natürliches Morphium produziert. Ihre eigene Forschung betreibt Nicole Teusch mit allem, was der Ozean zu bieten hat - insbesondere Weichkorallen untersucht sie mit ihrem Team auf die Wirksamkeit im Einsatz gegen Krebs.