Zielgruppen

Zugang für alle - ohne Aufnahmeprüfung, ohne Zeugnis - lautet das Credo der Junior Uni. Egal, welche Schulform, welcher Bildungshintergrund und welche Herkunft - hier forschen alle gemeinsam auf Augenhöhe. Das pädagogische Konzept der Junior Uni  ist darauf ausgerichtet dass sich alle interessierten und neugierigen Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene anmelden können.

Kein Talent darf verloren gehen!

Wie von Anfang an durch die ausgewiesene Bildungsökonomin Prof. Dr. Kerstin Schneider der Bergischen Universität Wuppertal in ihrem Evaluationsgutachten nachgewiesen, kommen fünfzig Prozent der Junior Uni-Student*innen aus einkommensstarken und fünfzig Prozent aus einkommensschwachen Familien, dreizehn Prozent haben einen bildungsfernen Hintergrund.
Student*innen von vier bis zwanzig Jahren!
Das Kursprogramm der Junior Uni richtet sich an vier Alterssparten, für Kinder ab vier Jahre bis für junge Erwachsene mit zwanzig Jahren. Bereits bei den Kindern im Elementarstufenalter werden Grundkenntnisse in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen vermittelt, auf die die Student*innen später thematisch in den immer stärker differenzierten Kursen aufbauen können. Das Kursprogramm für die Student*innen im Grundschulalter gliedert sich bereits in spezifische Fachgebiete und konkrete Themenfelder, die sie sich mit ihren frisch erlernten Werkzeugen wie Lesen, Schreiben und Rechnen selbstbewusst erobern können. 
Für die elf- bis vierzehnjährigen Student*innen wird das Kursprogramm den sich in diesem Alter bereits herauskristallisierenden individuellen Interessen gerecht und mit entsprechenden Themen- und Aufbaukursen können sie in ihrem favorisierten Fachgebiet stets weiter am Ball bleiben. Viele der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Junior Uni zwischen vierzehn und zwanzig Jahren haben bereits eine Vorstellung davon, welche Richtung sie beruflich einmal einschlagen möchten; hier gibt die Junior Uni den jungen Menschen zu ihren Themen auch praktische berufliche Einblicke und Hilfestellungen.

Wie man einen Kursplatz ergattert

Das Anmeldeverfahren der zum Teil oftmals überbuchten Kurse erfolgt nach einem für alle gleichermaßen zugänglichen System, beispielsweise ist insbesondere für Familien ohne heimischen Internetzugang oder mit Sprachbarrieren eine persönliche Anmeldung möglich. Der Anmeldestart zum neuen Semester ist bewusst sonntags, um allen die gleiche Chance auf die begehrten Kursplätze einzuräumen. Die geringen Kursgebühren sowie die damit verbundene Gratisfahrkarte zu den einzelnen Kursterminen ermöglichen jeder Familie die Finanzierung der Teilnahme.
Anonymisiert im Rahmen der begleitenden Evaluation bei ihren Student*innen erfragt, weiß die Junior Uni um den hohen Anteil ihrer Studenten mit Migrationshintergrund. Aber nicht nur die Mischung mit unterschiedlichen Nationalitäten und sozialen Hintergründen tragen bereichernd zur gemeinsamen Lernsituation der jungen Menschen bei. Besonders spannend und lehrreich werden die Kurse auch dadurch, dass die Student*innen aus unterschiedlichen weiterführenden Schulformen kommen, die sich mit ihren verschiedenen Ausrichtungen konstruktiv ergänzen und auch die Altersspektren in den einzelnen Kursen durchschnittlich vier Jahre umfassen. Kinder mit Hoch- und Spezialbegabungen und damit zum Teil verbundenen psychischen Auffälligkeiten finden in der Junior Uni Akzeptanz bei ihren Mitstudenten. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein, was sich – so auch häufige Rückmeldungen durch die Eltern oder Angehörigen - signifikant auf ihr Sozialverhalten zuhause oder in der Schule auswirkt. Somit bekommen die Junior Uni-Student*innen nicht nur einen ungewöhnlichen Lernerfolg in der Erweiterung ihres Wissens und ihrer Kompetenzen, sondern lernen neben der Arbeit im Team gegenseitige Toleranz, Wertschätzung und einen guten Umgang mit Diversitäten.