Aktuelles aus der Junior Uni

19.01.2012
Liebe Freunde der Junior Uni,

wer allen Ernstes glaubt, die Welt könne nur besser werden, wenn sich die Politik ändere, weil die Bürger selbst doch nichts ändern können, der schaue sich bitte die Entwicklung der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land an. Sie belehrt einen des Besseren.

 

 Prof. Dr. h.c. Ernst-Andreas Ziegler Träger der Junior Uni sind die Bürger. Sie finanzieren ihren Betrieb, an der Spitze die Jackstädt- Stiftung, der Stadtwerke-Partner GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH, die E/D/E-Stiftung und der Förderverein mit der Stadtsparkasse, dazu noch viele andere herausragende Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten.
Die Junior Uni ist bundesweit (noch) einzigartig. Im Gegensatz zu ähnlichen Einrichtungen, die in vielen Universitätsstädten in der Regel als Kurzzeit-Veranstaltungen organisiert werden, ist sie das ganze Jahr über für Kinder ab vier Jahren und Jugendliche bis zum Abitur geöffnet. Ohne Rücksicht auf familiären Hintergrund lehrt sie den talentierten und leistungswilligen Nachwuchs das Lernen mit Freude und Leidenschaft – ohne Aufnahmeprüfung, ohne Noten und ohne Zeugnisse. Das gemeinsame Experimentieren, Forschen und Lernen macht die großen und kleinen Studenten stärker für Schule, Berufsausbildung, Studium und ein später selbstbestimmtes Leben.
Dieses Konzept hat sich durchgesetzt. Das neue, noch attraktivere Programm stellt
dazu wieder zusätzlich Weichen.

Vor vier Jahren eine Vision, wird die Junior Uni seit ihrer Eröffnung am 3. Dezember 2008 im praktischen Betrieb überrannt. Der Ansturm ist ungebrochen. So hat sie sich als außerschulischer Lernort einen festen Platz in der bergischen Bildungskette erarbeitet– in enger Kooperation mit der Bergischen Universität und weiterführenden Schulen.

Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft – Schirmherrin gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Jung – hat über die Junior Uni gesagt, dieses bergische Leuchtturmprojekt in der Heimatstadt von Johannes Rau lege für Nordrhein-Westfalen Ehre ein. Das ermutigt. „Mut zur Zukunft“ für Stadt und Region war von Anfang an das Motto aller, die sich für die Junior Uni stark machen. Äußerst optimistisch und mit Riesenschritten geht es nun zu Beginn dieses Jahres weiter.

Weil das bisherige räumliche Provisorium jede Fortentwicklung blockiert, entschieden sich die Gesellschafter und die Geschäftsführung, an der Wupper unmittelbar neben dem Schwebebahnhof Loher Brücke ein neues Gebäude zu errichten, und zwar als reinen Funktionsbau. Um die Frage „Neubau oder nicht?“ war vor und hinter den Kulissen heftig gerungen und  diskutiert worden. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob die Junior Uni, statt selber zu bauen, sich bei einem privaten Investor einmieten oder leerstehende städtische Gebäude nutzen sollte. Letztlich blieb nur der Neubau. Bei den Alternativen war entweder der Standort ungeeignet oder die von der Junior Uni dauerhaft aufzubringenden Kosten für Miete beziehungsweise Bauunterhaltung waren zu hoch. Neutrale Experten bestätigten das.

Das Neubaukonzept überzeugte auch die Geldgeber. Mit mehr als 3,2 Millionen Euro sind bereits zwei Drittel der Baukosten eingeworben. Dabei handelt es sich ausschließlich um Privatspenden. Weitere Gelder sind in Aussicht. Diese solide Finanzbasis ermutigte, das Baugrundstück zu kaufen. Weil die hoch verschuldete Stadt Wuppertal nichts verschenken darf, musste der „marktübliche“ Preis bezahlt werden.

Die private Finanzierung des Lehrbetriebes der Junior Uni und die ihres Neubaus sind bürgerliche Großtaten. Sie belegen die ungebrochene Kraft und den Mut zur Zukunft, die Wuppertal und das Bergische Land seit Jahrhunderten auszeichnen. Allen Unkenrufen zum Trotz geben die Bürger ihre Stadt und ihre Region niemals auf. Um Hilfe gebeten, investieren sie mit ihrem Engagement für die Junior Uni in den wichtigsten Schatz, den sie haben, nämlich in Kinder und Jugendliche. Mit ihrem außergewöhnlichen Vorentwurf haben die Architekten Hans-Christoph Goedeking und Josef Johannes Niedworok alle Mitstreiter der Junior Uni überzeugt. Zusätzlich werden sie beweisen, dass gute und zukunftsweisende Architektur kostengünstig möglich ist. Dabei hilft Thomas Hausmann vom DU Diederichs Projektmanagement.

Zurück zur Eingangsbemerkung, dass jeder einzelne mithelfen kann, die Welt ein Stückchen besser zu machen: Wir bitten nicht nur um Bauspenden, sondern auch um die Bereitschaft, Mitglied unseres Fördervereins zu werden. Das geht schon mit 25 Euro pro Jahr.

Herzlich Ihr

Ernst-Andreas Ziegler

und das gesamte Junior Uni-Team

 

10.01.2012
Neubau für die Junior Uni: Grundstück gekauft, Architekten beauftragt, Baubeginn im Sommer
Der nur mit privaten Spenden finanzierte Neubau der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land direkt neben dem Schwebebahnhof Loher Brücke ist beschlossene Sache. Mit Zustimmung der Gesellschafter Jackstädt-Stiftung, EDE-Stiftung und Förderverein hat die Geschäftsführung von der Stadt Wuppertal das freigeräumte Baugrundstück an der Wupper zu marktüblichen Konditionen gekauft.
Auf der Basis eines außergewöhnlichen Vorentwurfes wurden die renommierten Wuppertaler Architekten Hans-Christoph Goedeking und Josef Johannes Niedworok mit der Errichtung des reinen Funktionsbaus beauftragt. Zusätzlich steht der Junior Uni als erfahrener Projektsteuerer Thomas Hausmann vom Projektmanagement DU Diederichs zur Seite. Das künftige Gebäude wird architektonisch die Bedeutung des Leuchtturmprojektes und das Junior Uni-Motto "Mut zur Zukunft" symbolisieren. Insgesamt werden für den Bau 4,7 Millionen Euro benötigt. Zwei Drittel davon sind bereits als private Bauspenden zugesagt. Bis zum Baubeginn im Sommer will die Geschäftsführung weitere Geldmittel einwerben.
 
Die Junior Uni ist das ganze Jahr über für Kinder ab vier Jahren bis zum Abitur geöffnet. Bisher gab es etwa 14.000 Kursplätze, rund 9000 Kinder und Jugendliche haben das Angebot genutzt. Die meisten kommen aus Wuppertal und Umgebung. Nach der Evaluation von Prof. Kerstin Schneider von der Bergischen Universität wird die Junior Uni von Kindern und Jugendlichen aller Schichten besucht: 50 Prozent aus gut situierten und 50 Prozent aus einkommensschwachen Familien.
 
Die Spenderliste für den Neubau der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land führt herausragende Firmen und Einzelpersonen auf. So die Junior Uni-Gesellschafter EDE-Stiftung, Jackstädt-Stiftung und Förderverein der Junior Uni mit der Stadtsparkasse Wuppertal, Vorwerk & Co., das Knipex-Werk C. Putsch KG, die Bethe-Stiftung, die Gebrüder Becker GmbH, akzenta, die Barmenia-Versicherungen, die Schuhhaus Klauser GmbH,  die K.A. Schmersal GmbH, die Deichmann-Stiftung, die Johannes-Rau-Stiftung, der Born-Verlag, die Sparda-Bank, die Bergische Krankenkasse, die Schreiter-Stiftung, der Bürgerverein Rott und der Bürgerverein Unterbarmen sowie weitere Unternehmen und Einzelspender.